28.09.2020 | Bayernreporter Gastronomie: Immer mehr Städte und Gemeinden erlauben wieder Heizpilze

Obwohl sie ökologisch umstritten sind, heben viele bayerische Kommunen das Verbot für Heizpilze für diesen Herbst und Winter auf. Damit wollen sie von der Pandemie gebeutelte Wirte unterstützen.

Foto: picture alliance / dpa

Sie gelten als klimaschädlich, sind für viele Wirte momentan aber überlebenswichtig: Heizpilze. Wegen der Corona-Krise möchte die Gastronomie die Strahler zur Bewirtung draußen nutzen. In vielen bayerischen Städten und Gemeinden ist das aber ausdrücklich verboten. Immer mehr Orte im Freistaat machen deshalb jetzt eine Ausnahme, um die Gastronomie während der Corona-Pandemie zu unterstützen.

Wo in Bayern sind Heizpilze erlaubt?
  • Der Stadtrat in Schwabach in Mittelfranken hat am Sonntag (27.09) das seit 2013 geltende Verbot von Heizpilzen aufgehoben. Besonders betroffene Gastronomen soll in der Pandemie damit geholfen werden. Eigentlich ist es aus Klimaschutzgründen in Schwabach untersagt, die Pilze in Freischankflächen zwischen November und März zu nutzen.
  • Auch in Erlangen hat sich die Mehrheit im Stadtrat für die Nutzung der umstrittenen Heizanlagen ausgesprochen. Und das obwohl die Stadt, als erste überhaupt in Bayern, den Klimanotstand ausgerufen hatte.  Die Genehmigung soll für den kommenden Herbst und Winter gelten. Im nächsten Jahr will die Stadt dann erneut darüber beraten.
  • In Regensburg, Augsburg und Fürth wird noch diskutiert. In München sollen Elektroheizpilze im Winter erlaubt sein, Gasheizpilze aber weiter verboten bleiben.
Heizpilze gelten als schlecht fürs Klima 

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hatte erst kürzlich die Kommunen im Freistaat geben, die geltenden Verbote von Heizpilzen im "Herbst und Winter trotz ökologischer Bedenken auszusetzen". Viele Gastronomen können wegen der geltenden Corona-Auflagen weniger Sitzplätze im Restaurant anbieten. Durch die Wärmegeräte ist auch eine Bewirtung in den kälteren Monaten draußen möglich. Heizpilze gelten als klimaschädlich, weil sie viel Kohlendioxid ausstoßen.