12.06.2019 | Bayernreporter Grüner Daumen am „Glooh“: Fränkin macht Klos zu Pflanzenkübeln

Blumenfans im Scheßlitzer Stadtteil Wiesengiech sorgen für Furore. Sie setzen Urinale als Pflanzenkübel an ihrer Hausfassade ein.

  • In Wiesengiech, einem Stadtteil von Scheßlitz, hängen direkt an der Durchfahrtsstraße an einer Hausfassade Urinale.

    In Wiesengiech, einem Stadtteil von Scheßlitz, hängen direkt an der Durchfahrtsstraße an einer Hausfassade Urinale.

    Foto: ANTENNE BAYERN
  • Und hier kommt die Dame, die das ungewöhnliche Garten-Utensil für sich entdeckt hat.

    Und hier kommt die Dame, die das ungewöhnliche Garten-Utensil für sich entdeckt hat.

    Foto: ANTENNE BAYERN
  • Gunda Scheuering hat die Toiletten von einem Arbeitskollegen geschenkt bekommen: „Sie waren unbenutzt und die Firma hatte keine Verwendung dafür.“

    Gunda Scheuering hat die Toiletten von einem Arbeitskollegen geschenkt bekommen: „Sie waren unbenutzt und die Firma hatte keine Verwendung dafür.“

    Foto: ANTENNE BAYERN
  • Jetzt hat sie die Urinale mit Blumen bepflanzt.

    Jetzt hat sie die Urinale mit Blumen bepflanzt.

    Foto: ANTENNE BAYERN
  • Damit keiner auf die Idee kommt, die Becken für ihren ursprünglichen Zweck zu nutzen, hat sich Gunda Scheuerin überlegt: „Ich bepflanze sie im Sommer und im Winter, sonst würden junge Leute reinpinkeln.“

    Damit keiner auf die Idee kommt, die Becken für ihren ursprünglichen Zweck zu nutzen, hat sich Gunda Scheuerin überlegt: „Ich bepflanze sie im Sommer und im Winter, sonst würden junge Leute reinpinkeln.“

    Foto: ANTENNE BAYERN

Autofahrer und Spaziergänger unterwegs in der Pfarrer-Kropfeld-Straße in dem kleinen Örtchen Wiesengiech trauen ihren Augen nicht. Drei blitzblank weiße Pissoirs hängen dort fest montiert mitten an der riesigen Hausfassade – bestückt mit herrlich roten Pflanzen.

Mutter Gunda und Sohn Klaus wohnen hier – sie können einfach nichts wegwerfen – und arbeiten in Sachen „Upcycling“ Hand in Hand.

Die drei unbenutzten Urinale hatte Klaus bei seinem Arbeitskollegen kostenlos abgestaubt. Auch der älteren Dame waren die Keramikschüsseln „zu schade zum Wegwerfen“. Dann kam die Idee mit der Hausfassade der besonderen Art. Die „Dekokübel“ waren geboren.

Seitdem ziert nun das weiße Pissoir-Trio die Hauswand der Familie. Aus Sorge, junge Leute würden diese für ihre Notdurft in Anspruch nehmen, will Gunda die drei jetzt fleißig durchgehend bepflanzen, im Sommer und im Winter!