05.03.2019 | Bayernreporter Hepatitis-Skandal in Klinik Donauwörth: Warum die Ermittlungen stocken

Ende 2018 sorgte ein früherer Narkosearzt in der Klinik Donauwörth für einen Skandal. Er soll bei Operationen Patienten mit dem Hepatitis C-Virus angesteckt haben. Es wurden bereits mehr als 1700 ehemalige Patienten getestet. Die Ermittlungen dauern länger als erwartet.

Foto: Stefan Puchner/dpa

Noch immer ist unklar, wie viele Patienten der ehemalige Narkosearzt an der Donau-Ries-Klinik in Donauwörth wirklich mit Hepatitis C angesteckt hat. Das Gesundheitsamt Donauwörth hat bereits 1700 ehemalige Patienten getestet, bei etwa 60 Menschen konnte die Krankheit nachgewiesen werden. Wie ein Sprecher des Gesundheitsamts sagte, fehlen aber noch immer rund 80 Patienten, die noch nicht getestet, aber vom Narkosearzt behandelt wurden.

Die Staatsanwaltschaft Augsburg geht davon aus, dass die Ermittlungen gegen den beschuldigten Narkosearzt noch länger andauern werden. Bei jedem Patienten, der bisher positiv auf Hepatitis C getestet wurde, muss noch nachgewiesen werden, ob der Arzt die Viren übertragen hat oder nicht.