22.10.2019 | Bayernreporter Mietwucher: Bayern will Bußgeld auf bis zu 100.000 Euro verdoppeln

Mit einer Verdoppelung des Bußgeldrahmens auf 100.000 Euro will die bayerische Staatsregierung Mietwucher bekämpfen. Das Kabinett beschloss nun eine entsprechende Bundesratsinitiative, um Mieter besser zu schützen.

Foto: Paul Zinken/dpa

Das Kabinett beschloss am Dienstag (22.10.) in München eine Bundesratsinitiative, die Mieter besser beschützen soll. Mit Sie soll unter anderem den Bußgeldrahmen für Mietwucher auf bis zu 100.000 Euro verdoppeln.

Neben dieser Erhöhung des Bußgeldrahmens sieht die Initiative auch vor, dass Vermieter bei Verstößen leichter juristisch belangt werden können.

Mietwucher: In diesen Fällen können Vermieter aktuell belangt werden

Derzeit ist Mietwucher dann eine Ordnungswidrigkeit, wenn in Gebieten mit einem geringen Angebot an vergleichbaren Mietwohnungen die vereinbarte Miete die ortsübliche Vergleichsmiete mehr als 20 Prozent übersteigt

Dazu müssen aber folgende zwei Nachweise geführt werden: Der Mieter befand sich erstens trotz ausreichender Bemühungen um eine Mietwohnung in einer Zwangslage, weswegen er auf den Abschluss dieses Mietvertrages angewiesen war; zweitens hat der Vermieter diese Zwangslage des Mieters erkannt und ausgenutzt.

Unangemessen hohe Mieten: Mieter sollen es künftig leichter haben

Diese juristische Hürde ist nach Ansicht der Staatsregierung zu hoch. Für eine Ahndung des Mietwuchers soll künftig ausreichen, dass eine unangemessen hohe Miete verlangt wird und aus objektiver Sicht ein geringes Angebot an vergleichbaren Mietwohnungen vorhanden ist.