23.01.2015 | Bayernreporter Linientreue Maulwürfe belagern Bolzplätze in Goldkronach

Linientreue Maulwürfe belagern Bolzplätze in Goldkronach

„Du bist doch blind wie ein Maulwurf!“ – Das ist ab sofort keine Beleidung mehr. Denn gleich zwei Maulwürfe haben das Unglaubliche geschafft: Auf zwei Bolzplätzen in der Region Goldkronach haben sie ihre Maulwurfshügel exakt entlang der Begrenzungslinien aufgehäuft.

Der Platzwart des ASV Nemmersdorf hatte einiges zu tun. An die 30 Maulwurfshügel hat ein Maulwurf in den letzten zwei Wochen auf seinem geliebten Fußballplatz gesetzt. Schön aufgereiht an der Außenlinie, als ob der Maulwurf sie von unten gesehen hätte. Andreas Ditzel, erster Vorstand des ASV Nemmersdorf, kann sich das Phänomen nicht erklären: „Wir haben schon gedacht, dass es ein Nachbarverein ist, der uns das Ei gelegt hat.“

Auch Experten sind ratlos. Peter Ille vom BUND in Bayreuth: „Ich bin schlichtweg erstaunt. Normal ist das nicht!“ Er hat für das Maulwurf-Kuriosum nur eine Erklärung: „Vielleicht ist der Boden auf dem Bolzplatz so verdichtet, zum Beispiel mit Schotter, dass der Maulwurf nur an der Seitenlinie graben kann.“

Wenige Kilometer weiter im Ortsteil Brandholz hat es der Maulwurf noch weiter getrieben. Neben der Außenlinie hat er auch noch die Mittellinie und den Mittelkreis mit seinen Haufen nachgezogen. „Ein sehr interessanter Maulwurf“, kommentiert Holger Bär, Bürgermeister von Goldkronach. Aber eine Erklärung hat auch er nicht. Nur Eines ist sicher: So lange der Maulwurf will, macht er weiter seine Haufen entlang der Linie. „Maulwürfe stehen streng unter Naturschutz und wir werden nichts Bösartigen gegen den Maulwurf unternehmen!“ sagt der Rathausschef