19.02.2020 | Bayernreporter Naturschauspiel im Allgäu: Weiher bei Füssen blutrot gefärbt

Der Gipsbruchweiher bei Füssen ist momentan blutrot gefärbt – ein kleines Naturschauspiel. Verantwortlich dafür sind quasi rote Schwefel-Bakterien, die aufgehen, wenn viel Licht, aber kein Sauerstoff im Wasser ist.

Foto: Dirk Klos, Wasserwirtschaftsamt Kempten Spannender Blick vom Ufer: Der Gipsbruchweiher bei Füssen ist rot gefärbt.

Blutrot ist er gefärbt – der Gipsbruchweiher in der Nähe von Füssen.

Nein, keiner hat einen Umweltfrevel begangen und Farbe in den kleinen Weiher gekippt. Das Phänomen taucht immer wieder mal auf. Verantwortlich für die Färbung sind rote Schwefelbakterien tiefer im Wasser, die aufgehen, wenn zwar Licht, aber kein Sauerstoff im Wasser ist. Dann „blühen“ quasi die Bakterien.

Foto: Dirk Klos, Wasserwirtschaftsamt Kempten Unterwasseraufnahmen zeigen die Purpur-Färbung des Wassers.

Das Phänomen kommt eigentlich vom Alatsee in der Nähe. Wasser ist wohl talwärts geflossen und hat den Gipsbruchweiher tiefrot gefärbt. Mit der Wasserqualität hat das nichts zu tun, da gibt’s beim Alatsee nichts zu beanstanden.

Wer den „Blutweiher“ mal sehen will, der sollte sich beeilen, denn die Färbung hält nie lange an.

Wasserproben zeigen: Verantwortlich für die Färbung sind rote Schwefelbakterien tiefer im See.