21.02.2018 | Bayernreporter Nürnberger Tiergarten: Sorgenkind Delfinlagune

Aus zwei kleineren Becken der Delfinlagune im Nürnberger Tiergarten ist das Wasser abgelassen. Gutachter prüfen derzeit, wie sehr das Salzwasser den Beton bereits angegriffen hat. Die Stadt fordert von Planern und Baufirmen mehrere Millionen Euro.

  • <p>Im Nürnberger Tiergarten ist die Delfinlagune aktuell das große Sorgenkind.</p>

    Im Nürnberger Tiergarten ist die Delfinlagune aktuell das große Sorgenkind.

  • <p>Der Nürnberger Baureferent Daniel F. Ulrich am Ort des Geschehens.</p>

    Der Nürnberger Baureferent Daniel F. Ulrich am Ort des Geschehens.

  • <p>Gutachter schauen sich alles ganz genau an.</p>

    Gutachter schauen sich alles ganz genau an.

Es geht um Schadensbegrenzung, aber auch um Schadenersatz.

Kurz nach der Eröffnung der Delfinlagune im Jahr 2011 begannen schon die Probleme. Fugen waren undicht und Salzwasser lief in den Wald um den Tiergarten. Außerdem scheint der Beton minderwertig. „Wir glauben, das ist nicht die Betonqualität, die wir damals bestellt haben“, so der Nürnberger Baureferent Daniel F. Ulrich.

Es besteht die Gefahr, dass Salzwasser an den Stahlkern im Beton gelangt und damit die Tragfähigkeit der Becken beeinträchtigt. Das scheint im Moment aber noch nicht der Fall zu sein, so Ulrich. Im schlimmsten Fall müsse man den Beton mit einer Schutzschicht etwa aus Kunststoff oder Romanzement überziehen.

Derzeit scheinen die Schäden geringer als zunächst befürchtet. „Es besteht die Hoffnung, dass wir nur punktuell sanieren müssen und nicht komplett“, so Tiergarten-Direktor Dag Encke. Das wäre auch für die sieben Delfine, die hier leben, die beste Lösung.

Derzeit laufen zwei Verfahren gegen die am Bau der Lagune beteiligten Firmen und Planer. Die Stadt fordert knapp sieben Millionen Euro.

Einen Eindruck der aktuellen Situation bekommt ihr hier.