05.08.2019 | Bayernreporter Obduktionsbericht: 17-jährige Sina aus Kreuth ist ertrunken

Die 17-jährige Sina stieg in der Nacht auf Sonntag (04.08.) nach einem Waldfest aus dem Taxi und verschwand. Am Tag darauf wurde sie tot in einem Bachbett aufgefunden. Jetzt ist klar, was sich in der Nacht abgespielt haben muss: Sina ist offenbar nach einem Sturz ertrunken.

Foto: Lino Mirgeler/dpa

Im Fall des Todes der 17-jährigen Sina aus Kreuth geht die Polizei weiter von einem Unglücksfall aus.

Das vorläufige Ergebnis der Obduktion deutet auf einen Tod durch Ertrinken hin. Hinweise auf Fremdeinwirkung liegen nicht vor. Die Obduktion habe ergeben, dass die junge Frau stürzte und dann in einem Bach ertrank, teilte die Polizei mit. Es sei kein Verbrechen gewesen.

Die Jugendliche war am Samstagabend in einem Taxi mit Freundinnen von einem Dorffest zurückgefahren - und kurz vor ihrem Wohnort ausgestiegen. Danach fehlte von ihr jede Spur. Am Sonntagmittag wurde die Leiche in der Nähe von Kreuth in einem Bachbett gefunden.

Foto: Polizei Bad Wiessee

Tödlicher Unfall? Das Protokoll

Samstagabend, 03.08.

Die 17-Jährige Sina M. fährt mit ihren Freunden auf das Waldfest in Rottach-Egern.

Sonntag, 04.08., gegen 2 Uhr

In der Nacht auf Sonntag (04.08.) steigt Sina mit ihren Freundinnen in ein Taxi, um vom Waldfest nachhause zu fahren. Etwa 50 Meter vor ihrer Haustür steigt sie aus unbekannten Gründen aus. Daheim ist sie nie angekommen.

Sonntagnacht, 04.08.

Sinas Familie und Freunde suchen sofort nach der 17-Jährigen, doch die Suche bleibt erfolglos

Sonntagmorgen, 04.08., 8 Uhr

Die besorgten Angehörigen informieren die Beamten der Polizeiinspektion Bad Wiessee. Mit einem Polizeihubschrauber, der Reitergruppe der Operativen Ergänzungsdienste Rosenheim, sowie den Hundestaffeln und Feuerwehren der Region wird weiter nach der Vermissten gesucht. 

Sonntag, 11:40 Uhr

Die traurige Wahrheit kommt um 11:40 Uhr ans Licht: Sina M. wird ein paar hundert Meter von ihrem Zuhause entfernt tot in dem Bachbett bei Kreuth-Scharling aufgefunden. Laut BILD weist sie eine Kopfverletzung auf. Die Polizei geht jedoch nicht von einem Gewaltdelikt aus, sondern von einem tragischen Sturz. Die Kriminalpolizei Rosenheim hat die Ermittlungen aufgenommen. 

Nach dem Fund der Toten

Die Familie und Freunde der 17-Jährigen werden von dem Kriseninterventionsteam des Bayrischen Roten Kreuzes, sowie dem Diakon Alois Winderl betreut. Der Bürgermeister Josef Bierschneider äußert sich ebenfalls aus seinem Urlaub in Italien: „Ich bin schockiert. Mein ganzes Mitgefühl gehört den Eltern."