09.11.2018 | Bayernreporter Oberwildflecken: Ein Geisterviertel wird zur Müllhalde

Schon fast ein Viertel Jahrhundert ist es her, dass 8.000 Soldaten mit ihren Familien den kleinen unterfränkischen Markt Wildflecken verlassen haben. Und immer mehr spüren die 401 Menschen hier gerade jetzt die Auswirkungen. Im Ortsteil Oberwildflecken hat sich mittlerweile ein Geisterviertel zur Müllhalde verwandelt.

  • Foto: ANTENNE BAYERN
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Alte Sofas, Heizkörper, Toilettenschüsseln – all das sammelt sich hier in den Vorgärten des ehemaligen Wohnviertels. Über 30 Wohnungen stehen seit Jahren leer. Einige verfallen bereits. In den letzten Monaten wird nun unter einem neuen Eigentümer gewerkelt.

Verfall wird nicht gestoppt

Der Bauschutt draußen wird immer mehr. Der dramatische Anblick sorgt für Ärger bei den Bürgern. Die Missstände vor Ort sind auch der Gemeinde bekannt. Doch dem Bürgermeister sind die Hände gebunden. „Wir werden den Eigentümer auffordern, die Missstände schnellstmöglich zu beseitigen,“ erklärt Gerd Kleinhenz.

Leere Wohnung werden nicht mehr gebraucht

Allerdings gibt es im Ort eigentlich sowieso schon ein Überangebot an Wohnraum. Man lebe hier in viel zu großen Schuhen, heißt es aus dem Rathaus. Kleinhenz betont, dass die Gemeinde in den letzten Jahren viel getan und sogar einige Gebäude zurückgebaut hat. Ob und bis wann die Müllhalde und das Geisterviertel hier in Oberwildflecken beseitigt werden kann, ist fraglich.