07.09.2016 | Bayernreporter Regensburger Bergsteiger bezwingt 7134 Meter Höhe

So hoch hinaus ging es für Stefan Nargang noch nie: Der Regensburger hat im zentralasiatischen Kirgisistan den Pik Lenin bestiegen, seinen ersten 7000er. Nach steilen Anstiegen, eisiger Kälte und viel Schnee grüßt der Heeresbergführer stolz vom Gipfel.

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    Neben dem Gipfelkreuz am Pik Lenin erwartete Nargang schon der „alte Lenin“ in Form einer Büste.

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    Und was darf am Gipfel in 7134 Metern Höhe natürlich nicht fehlen? Eine bayerische Flagge für die Siegerpose.

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Die Mitglieder des Deutschen Alpenvereins in Regensburg sind mächtig stolz. Ihr Bergsteigerkollege Stefan Nargang hat den Pik Lenin bestiegen. Sage und schreibe 7.134 Meter ist der eisige Berg im zentralasiatischen Kirgisistan hoch. „Gereizt haben mich die Lage und die langen und sehr steilen Passagen und Zustiege“, schwärmt Nargang. 14 Tage hat Nargang mit seinem Team für den Aufstieg gebraucht. Als Belohnung für all die Strapazen gab es am Gipfel strahlenden Sonnenschein – dazu begrüßte der alte Lenin die Bergsteiger – in Form einer Büste. Es war der erste 7000er für den Heeresbergführer, der derzeit in Murnau arbeitet.

Nach langem Materialtransport ins Basislager auf 4.400 Meter, Errichten zweier Hochlager auf 5.300 Meter und 6.100 Meter in vielen Einzelanstiegen, um diese zu befüllen, brach am 02.08.2016, nach einer unruhigen Nacht auf 6.100 Metern, eine kleine Gruppe von sechs Höhenbergsteigern zur Gipfeletappe auf. Weder starker Wind noch anfänglich schlechte Sicht konnte die Gruppe aufhalten und gegen Mittag erreichten vier von ihnen bei grandioser Fernsicht und einer Temperatur von minus 47 Grad Celsius schließlich den Gipfel des Pik Lenin. Zwei Teilnehmer mussten vor Erreichen des Gipfels wieder umdrehen, da bei einer Rutschpartie Steigeisen und Handschuh verloren gingen und bei einem der beiden auch körperlich das Limit erreicht war.

Insgesamt dauerte der Aufstieg 14 Tage. Allgemein vorbereitet habe er sich seit Jahresanfang mit viel Sport und zahlreichen Bergtouren. Ein konkretes neues Ziel hat er noch nicht ins Auge gefasst: „Interessieren würden mich allerdings der Mustagh Ata in Tibet sowie der Huascaran in Peru“, erzählt Nargang.

Bayernreporter zum Nachhören

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