26.08.2019 | Bayernreporter Immer mehr Fälle in Bayern: Hantavirus breitet sich aus

Die starke Vermehrung einer kleinen Maus hatte schlimme Folgen: Mindestens 87 Menschen wurden in Niederbayern mit dem Hantavirus infiziert! Die Betroffenen plagen Fieber und Gliederschmerzen. Im schlimmsten Fall kann das Virus sogar Nierenversagen verursachen.

Foto: G. Besselink/ dpa

Die Zahl der Hantavirus-Infizierten ist in diesem Jahr in den Landkreisen Freyung-Grafenau und Passau stark angestiegen. Laut den zuständigen Behörden waren es bis Mitte der Woche (Stand 21.08.) insgesamt 87 Fälle. Bei einer Infektion leiden die Betroffenen unter grippeähnlichen Symptomen wie Fieber oder Gliederschmerzen. Im schlimmsten Fall können auch die Nieren versagen. Ein Todesfall wurde bisher noch nicht gemeldet. 

Doch nicht nur Niederbayern ist betroffen: Das Robert-Koch-Institut bestätigte bundesweit fast 600 Krankheitsfälle im ersten Halbjahr

So wird der Virus übertragen

Schuld ist die Rötelmaus – sie hat sich in diesem Jahr durch das große Nahrungsangebot stark vermehrt. Speichel, Urin oder Kot von infizierten Tieren bleiben beim Ausscheiden infektiös. Wenn der Mensch beispielsweise in einem Schuppen oder im Garten durch Aufräumarbeiten Staub aufwirbelt und damit in Kontakt kommt, ist die Gefahr hoch, dass er sich ansteckt. 

Wollt ihr wissen, wie ihr euch schützen könnt? Hier erklären wir euch, wie ihr vorbeugen könnt und wie ihr euch bei Krankheitsverdacht verhaltet.