14.09.2016 | Bayernreporter Sensationsfund in Aying: Jahrtausende altes Tunnelsystem entdeckt

Bei Bauarbeiten tritt in Aying in der Nähe von München ein geheimnisvolles Tunnelsystem im Erdboden zu Tage: 50 Meter lang und mannshoch! Forscher sprechen von einer Sensation und rätseln: Was hat es mit den unterirdischen Kammern und Nischen auf sich?

  • Foto: Dieter Ahlborn/Interessensgemeinschaft Erdstallforschung

    Durch einen schmalen Durchgang geht es zum Hauptgang des Ayinger Erdstalls.

    Foto: Dieter Ahlborn/Interessensgemeinschaft Erdstallforschung
  • Foto: Dieter Ahlborn/Interessensgemeinschaft Erdstallforschung

    Der Hauptgang des Erdstalles in Aying ist 35 Meter lang. Experten vermessen und erforschen das Tunnelsystem, um mehr über seine Geschichte herauszufinden.

    Foto: Dieter Ahlborn/Interessensgemeinschaft Erdstallforschung
  • Foto: Dieter Ahlborn/Interessensgemeinschaft Erdstallforschung

    Durch einen Schlupf kommt man schließlich in die Schlusskammer im Ayinger Erdstall.

    Foto: Dieter Ahlborn/Interessensgemeinschaft Erdstallforschung

Ein 50 Meter langes, mannshohes Tunnelsystem in sechs Metern Tiefe wurde hier bei Bauarbeiten entdeckt. Möglicherweise ein Versteck? Eine Seelenkammer für die Toten? Jedenfalls waren die Menschen hier vor gut 1000 Jahren grandiose Tunnelbauer! Selbst Nischen mit einer kleinen Sitzecke haben die Baumeister mit ihren bloßen Händen in die Tiefe geschürft. Ein sogenannter Erdstall sei zwar nicht der erste, der in Oberbayern gefunden wurde, aber eine Besonderheit ist „die fast komplett erhaltene Schlusskammer“ , so Dieter Ahlborn von der Interessensgemeinschaft Erdstallforschung im Antenne Bayern-Interview. Ein Teil des Tunnels ist wohl schon eingestürzt, der Rest soll aber gerettet und gesichert werden, um darin zu forschen. Für die Öffentlichkeit bleibt der Tunnel dennoch aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Bayernreporter zum Nachhören

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