22.10.2019 | Bayernreporter Nürnberg geht gegen Kippenschnipser vor

Wer in Nürnberg achtlos Kippenstummel auf den Boden schnippst und dabei erwischt wird, hat ab sofort ein Problem. Die Stadt geht jetzt intensiv gegen Kippenschnipser vor. So teuer kann es werden:

Foto: Martin Gerten/dpa

Zigarettenstummel auf dem Boden sind weit mehr als nur ein ästhetisches Problem. Für die Umwelt ist der Müll eine enorme Belastung, denn Zigarettenfilter bestehen in der Regel aus zahlreichen Chemikalien und aus Kunststoff, der sich in der Natur nicht abbaut.

Stadt Nürnberg knüpft sich Kippenschnipser vor

Die Stadt Nürnberg sagt jetzt Rauchern den Kampf an, die ihre Zigarettenkippen einfach achtlos auf den Boden werfen. Nürnbergs zweiter Bürgermeister Christian Vogel (SPD) möchte die Umweltverschmutzung nun eindämmen: 

„Kippen gehören in den Mülleimer. Einfach weggeschnipst, verdrecken sie die Stadt und sind für Mensch, Tier und Pflanzen hochgefährlich. Deshalb tut die Stadt etwas dagegen. Zum einen mit präventiven Maßnahmen. Parallel dazu will ich jetzt aber auch zeigen, dass Kippenschnipsen nicht toleriert wird.“
Mit diesen Strafen müssen Raucher rechnen

Wer also Zigarettenstummel in Nürnberg auf den Boden schnippt und dabei erwischt wird, muss mit einer Ermahnung oder sogar einem Verwarnungsgeld von bis zu 20 Euro rechnen. Derartige Verwarn- und Bußgelder sind nicht überall einheitlich geregelt. Jede Stadt oder Kommune kann die Höhe selbst festlegen. In Nürnberg schauen die Mitarbeiter des Außendiensts ab heute eine Woche lang genau hin und kontrollieren die entsprechende Entsorgung. 

Zwei Drittel aller gerauchten Kippen landen auf dem Boden

Laut der Stadt Nürnberg landen rund zwei Drittel aller gerauchten Zigaretten auf dem Boden. Wenn man die aktuelle Zahl der gerauchten Zigaretten in Deutschland kennt, kann man sich die Menge an Müll vorstellen: Es sind 106 Milliarden Zigaretten pro Jahr.