29.12.2020 | Bayernreporter Sternsingen in Augsburg: Das sind die kreativen Alternativen

In fast jedem Lebensbereich galt es im letzten Jahr: Kreativ werden! Auch das Sternensingen wird dieses Jahr nicht wie gewohnt üblich sein. Wie wir die Tradition trotzdem aufrecht erhalten können, zeigt uns das Bistum Augsburg.

Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Aktuell ist von Haustür zu Haustür ziehen und dabei noch singen wahrscheinlich nicht das Beste, was man machen kann. Sternensingen ist aber eine unserer schönsten Traditionen. Wie bewahrt man sich diese also, wenn Einschränkungen das meiste davon nicht möglich machen? Die Augsburger haben die Antwort darauf:

Livestream

Die Eröffnung der Sternsingeraktion findet nicht wie gewohnt mit Hunderten gekrönten Sternsängern vor Ort statt. Als Ersatz dürfen drei Stellvertreter aller Sänger vor Ort sein, für den Rest wird ein Livestream auf der Website und der Facebook-Seite des Bistums eingerichtet.

Digitale Segenspakete

Das Sternsingen dieses Jahr ausfallen zu lassen, war laut Bistum nie eine Option. Deswegen wurden auch die Hausbesuche inklusiven Segen ins Internet verlagert. Sogenannte "Segenspakete" kann man sich dann nach Hause bestellen und auch das Spenden verläuft dieses Jahr digital.

Digitales Quiz

Zusätzlich zu den klassischen Aktionen gibt es dann auch noch die "Sternsinger-Challenge". Fünf Fragen müssen die Kinder und Jugendlichen dabei zum Thema Sternsingen beantworten, für jede Teilnahme spendet der Zweig Weltkirche des Bistums fünf Euro an das Kindermissionswerk.

Positives Feedback

Auch digital scheint eine unserer beliebtesten Traditionen viel Zuspruch zu bekommen: 200 Teilnehmer hatte sich der Augsburger Bischof Bertram Meier gewünscht, über 300 haben schon mitgemacht. Das freute ihn so sehr, dass er gleich selbst nochmal 1.000 Euro zusätzlich spendete. 

In diesem Jahr gehen die Spenden an Kinder in der Ukraine, welche ohne Vater oder Mutter aufwachsen, weil diese oft im Ausland arbeiten.