24.05.2017 | Bayernreporter Erlangen: Studenten bauen antikes Römerschiff nach

Professor Dr. Boris Dreyer und Studenten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen setzen den originalgetreuen Nachbau eines alten römischen Patrouillenschiffs aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert zusammen.

  • <p>Die Holzteile werden vor Wind und Wetter geschützt.</p>

    Die Holzteile werden vor Wind und Wetter geschützt.

  • <p>Es riecht nach frisch bearbeitetem Holz.</p>

    Es riecht nach frisch bearbeitetem Holz.

  • <p>Das Projekt der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen</p>

    Das Projekt der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen

  • <p>Das "Gerippe" des großen Schiffs.</p>

    Das "Gerippe" des großen Schiffs.

  • <p>Wenn das Schiff fertig ist, soll es tatsächlich auf fränkischen Gewässern kreuzen.</p>

    Wenn das Schiff fertig ist, soll es tatsächlich auf fränkischen Gewässern kreuzen.

  • <p>Der Plan des Schiffs.</p>

    Der Plan des Schiffs.

  • <p>Wenn das Schiff fertig ist, wollen die Studenten die Rudertechniken der Römer rekonstruieren.</p>

    Wenn das Schiff fertig ist, wollen die Studenten die Rudertechniken der Römer rekonstruieren.

  • <p>antike "Schrauben".</p>

    antike "Schrauben".

  • <p>Noch wird es eine Weile dauern, bis der rund 16 Meter lange Kahn fertiggestellt ist. </p>

    Noch wird es eine Weile dauern, bis der rund 16 Meter lange Kahn fertiggestellt ist.

  • <p>Derzeit gehen die Erbauer vor aus, dass das Boot in den Sommermonaten 2018 auf dem Main-Donau-Kanal zu Wasser gelassen wird. </p>

    Derzeit gehen die Erbauer vor aus, dass das Boot in den Sommermonaten 2018 auf dem Main-Donau-Kanal zu Wasser gelassen wird.

  • <p>Historisches Vorbild sind die in Oberstimm bei Manching gefundenen Bootswracks, die dort im Kelten-Römer-Museum ausgestellt sind. </p>

    Historisches Vorbild sind die in Oberstimm bei Manching gefundenen Bootswracks, die dort im Kelten-Römer-Museum ausgestellt sind.

Ein alter Schuppen am Rande eines Sportplatzes in Erlangen. Es riecht nach frisch bearbeitetem Holz, ein Geräuschpegel wie in einer Schreinerei: Überall wird gesägt, geklopft gehämmert. Das Ergebnis der Bemühungen nimmt zusehends Gestalt an, unzweifelhaft handelt es sich um das "Gerippe" eines großen Bootes.

Unter der Federführung des Althistorikers Professor Dr. Boris Dreyer setzen Studenten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen, aber auch freiwillig schuftende Schülerinnen und Schüler hier den originalgetreuen Nachbau eines alten römischen Patrouillenschiffs aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert zusammen.

Natürlich handelt es sich um ein wissenschaftliches Projekt; wenn das „Fridericiana Alexandrina (Navis)“ erst einmal fertig ist, soll es tatsächlich auf fränkischen Gewässern kreuzen. Die Forscher wollen anhand des Praxistests verschiedenen offenen Fragen nachgehen: Mit welcher Technik wurden sie bewegt? Welche Geschwindigkeiten konnten sie erreichen und welche Strecken zurücklegen? Wer waren die Ruderer?

So sollen auch tatsächlich auch die antiken Rudertechniken rekonstruiert werden. Nur so können die Wissenschaftler erforschen, wie viel Krafteinsatz tatsächlich nötig war und auf welche Distanzen man das Boot einsetzen konnte.

Historisches Vorbild sind die in Oberstimm bei Manching gefundenen Bootswracks, die dort im Kelten-Römer-Museum ausgestellt sind. Auch das Museum ist einer der Kooperationspartner der Uni.

Noch wird es eine Weile dauern, bis der rund 16 Meter lange Kahn fertiggestellt ist. Derzeit gehen die Erbauer vor aus, dass das Boot in den Sommermonaten 2018 auf dem Main-Donau-Kanal zu Wasser gelassen wird. Anschließend geht es mit der eher gemütlichen Reisegeschwindigkeit von sechs Knoten auf große Donau-Tour.

Bayernreporter zum Nachhören:

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