25.01.2019 | Bayernreporter Tierseuche: Blauzungenkrankheit in Unterfranken und Bodenseeregion

Die Tierseuche trifft Bayern gleich zweimal. Wir klären welche Tiere betroffen sind und welche Auswirkungen die Krankheit hat.

Foto: Ralf Roeger /dpa

Die Krankheit hat sich im westlichen Teil Unterfrankens ausgebreitet. Vor allem die Landkreise Aschaffenburg, Main-Spessart und Miltenberg sind betroffen und wurden unter anderem zum Sperrgebiet erklärt. Nachdem die Krankheit in Seibersbach festgestellt werden konnte, wurde umgehend ein Sicherheitsradius von 150 Kilometern eingerichtet.

Die Krankheit betrifft alle Wiederkäuer, also Schafe, Kühe oder Lamas, um einige zu nennen. Die Tiere müssen dem zuständigen Veterinär-Amt gemeldet werden. Aufgrund des hohen Infektionsrisikos durch Stechmücken muss das Sperrgebiet einen riesigen Bereich umfassen. Lindau am Bodensee liegt ebenfalls in einem Sperrgebiet. Die Seuche brach in Bonndorf im Schwarzwald aus.

Die Symptome wirken sich besonders schwer auf Schafe aus. Die Tiere leiden an zu stark durchbluteten Kopfschleimhäuten, Schwellungen am Kopf, übermäßigen Speichelfluss und Blutungen an Hufen und Zitzen. Außerdem verfärbt sich die Zunge blau-rötlich - daher auch der Name.

Für Menschen ist die Krankheit übrigens unbedenklich. Milch und Fleischprodukte können ohne weiteres verzehrt werden, müssen aber entsprechend gekennzeichnet werden.