03.12.2018 | Bayernreporter Beziehungsdrama in Unterföhring: 33-Jähriger bekommt lebenslang

Im vergangenen Herbst fanden Landschaftsgärnter die verkohlte Leiche einer 35-Jährigen am Ufer des Feringasee in Unterföhring. Dringend tatverdächtig war der damalige Freund der Frau, der heute vor dem Landgericht München auf lebenslange Haft verurteilt wurde.

Foto: Matthias Balk/dpa Am Feringasee wurde im September 2017 die verkohlte Leiche einer Frau gefunden

Der damalige Lebensgefährte der getöteten 35-Jährigen Münchnerin musste sich heute vor dem Landgericht München I wegen Mordes verantworten und bekam dafür lebenslange Haft. Die Staatsanwalt begründete dies, mit der besonderen Schwere der Schuld. 

Der Angeklagte soll seine damalige Freundin am 11. September 2017 erst getötet und dann die verbrannte Leiche im Feringasee in Unterföhring versenkt haben. Im Anschluss habe er die Nacht mit seiner anderen Geliebten verbracht. Landschaftsgärtner fanden am Folgetag den stark verkohlten Leichnam der Münchnerin. Der Mann bestritt aber bislang seine Schuld.

Die Staatsanwaltschaft wertete diese Tat als ein Beziehungsdrama. Der Verurteilte wollte mit dem Mord an der 35-Jährigen die Beziehung ein für alle Mal beenden und ein neues Leben mit seiner damaligen Geliebten anfangen. Der vorsitzende Richter kommentierte dies mit den Worten: "Der Angeklagte hat zwei Frauen belogen und betrogen und mit ihnen gespielt".

Eine vorzeitige Haftentlassung ist zwar rechtlich möglich, in der Praxis ist dies aber so gut wie ausgeschlossen.