18.02.2021 | Nachrichten Behördengänge online erledigen: So funktioniert die neue Bayern-App

Mit dem lästigen Anstellen vorm Rathaus oder dem Bürgerbüro soll jetzt Schluss sein. Helfen soll da die 'BayernApp', die von Digitalministerin Gerlach vorgestellt wurde. Was sie kann und wo es noch Probleme gibt – das erfahrt ihr hier.

Foto: Bayerische Staatsregierung

Jede Menge Anträge, Formulare, Urkunden, Kopien – der Behörden-Dschungel kann manchmal ganz schön nervenaufreibend und verwirrend sein. Wenn die Bürokratie-Keule geschwungen wird, wird es oft unübersichtlich. Weil aber in Deutschland alles seinen geregelten und geordneten Gang gehen muss und wir an diesen Strukturen letztlich auch nichts ändern können, bleibt uns nichts anderes übrig, als uns damit zu arrangieren – und uns zurecht zu finden.

Abhilfe schaffen soll dabei jetzt die BayernApp!

Die neue App wurde von Digitalministerin Gerlach vorgestellt und ist deutschlandweit die erste ihrer Art. 

„Die Menschen sind inzwischen gewohnt, vom Sofa aus per Smartphone einen Pullover zu kaufen oder eine Reise zu buchen. Mit der BayernApp übertragen wir das Prinzip auch auf die Kommunikation mit Hunderten Behörden - bequem, einfach und sicher.“
Digitalministerin Gerlach

BayernApp als Fernbedienung für Behördendienst 

Zieht ihr zum Beispiel von einer bayerischen Stadt um in eine andere, kommt da normalerweise haufenweise Papierkram auf euch zu. Ihr braucht vielleicht eine Meldebescheinigung oder müsst euch für einen Kitaplatz anmelden. Das soll jetzt mit ein paar Klicks von daheim aus gehen mit der App. Die gibt's sowohl für Android als auch fürs iPhone. Habt ihr die App runtergeladen, müsst ihr euch noch mit eurem Personalausweis registrieren lassen – das ist mit der Online-Funktion möglich und dann kann es im Prinzip schon losgehen.

Der Haken an der BayernApp

Auch wenn die Idee der App sinnvoll und zeitgemäß erscheint, sie hat am Ende doch einen Haken. Wenn die Bayern App also eine gut ausgeleuchtete Bühne wäre, mit funktionierender Technik, einem fantastischen Ton und strahlenden Scheinwerfern – dann kommt es letztlich auf den Inhalt – auf das Programm an. Und für dieses Programm ist dann die kommunale Einrichtung selbst zuständig. Die App ist am Ende also nur so gut, wie die Bürokratie bei euch vor Ort. Um bei der Bühne zu bleiben: Die beste Bühne ist wirkungslos, wenn ihr keine Schauspieler und kein Programm habt.

Noch sind die Angebote sehr unterschiedlich

Heißt also: Dinge, wie die Geburtsurkunde anfordern oder den Hund anmelden geht nur, wenn eure Stadt diesen Dienst auch online für euch anbietet. Noch sind also die Angebote von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich. Aber: Das Angebot der Kommunen soll in den nächsten Jahren deutlich ausgebaut werden. Die technischen Voraussetzungen sind also nun gegeben. Entscheidend ist am Ende, wie viele der gut 2.000 Städte und Gemeinden welche Serviceleistungen auch online und dann auch per App anbieten.