26.04.2021 | Nachrichten Neue Regeln fürs Einkaufen im Supermarkt: Schlangen und Wartezeiten entstehen

Lange Schlangen auf dem Parkplatz und dichtes Gedränge vor dem Eingang: Wer am Wochenende noch mal schnell zum Supermarkt um die Ecke wollte, der musste deutlich mehr Zeit einplanen als sonst. Schuld daran ist das neue Infektionsschutzgesetz. Welche Regeln seit Samstag genau gelten, erfahrt ihr hier.

Foto: Fabian Sommer/dpa

Viele Supermarkt-Kunden wurden zum Start ins Wochenende trotz warmen Temperaturen und bestem Grillwetter kalt erwischt. Denn wer am Samstag noch schnell etwas im Supermarkt um die Ecke besorgen wollte, der musste deutlich mehr Zeit einplanen als sonst.

Stau und Stop&Go vor dem Supermarkteingang

Mit der Verschärfung des Infektionsschutzgesetztes dürfen seit dem Wochenende nur noch halb so viele Menschen in den Lebensmitteleinzelhandel wie in den Wochen und Monaten zuvor. Man hat jetzt also im Markt selbst deutlich mehr Platz als vorher. Doch vor den Türen kann es bei Stoßzeiten zu längeren Wartezeiten kommen.

Laut dem neuen Infektionsschutzgesetz gilt:

"...für die ersten 800 Quadratmeter Gesamtverkaufsfläche eine Begrenzung von einer Kundin oder einem Kunden je 20 Quadratmeter Verkaufsfläche und oberhalb einer Gesamtverkaufsfläche von 800 Quadratmetern eine Begrenzung von einer Kundin oder einem Kunden je 40 Quadratmeter Verkaufsfläche."
Securities und Einkaufswägen regeln den Verkehr

In den Wochen zuvor durften also in einen kleinen Markt mit 800qm Verkaufsfläche noch 80 Kunden gleichzeitig einkaufen - jetzt hat sich die Zahl, die gleichzeitig ins Geschäft darf halbiert. Und das macht sich dann direkt vor den Märkten bemerkbar. Um die Kundenströme zu regulieren, haben viele Geschäfte einen Sicherheitsdienst vor dem Eingang postiert und die Zahl der Einkaufswägen oder Körbe dementsprechend angepasst.

Es gilt: Zwei Personen pro Haushalt dürfen sich einen Einkaufswagen teilen - eine vierköpfige Familie, die zusammen einkaufen will, muss sich also aufteilen und gleich zwei Wägen nutzen. Auch wer nur Pfand abgeben will oder eine Packung Mehl braucht, muss sich einen Korb nehmen.

Am besten vormittags einkaufen gehen

Ein gutes Mittel zur Vermeidung von langen Wartezeiten: Wenn möglich, ab jetzt am besten Stoßzeiten vermeiden und eher am Vormittag oder frühen Nachmittag einkaufen. Ab 17 Uhr könnte der Supermarktbesuch nach Feierabend in Stress ausarten.

Handelsverband will zur alten Regelung zurückkehren

Bei den vielen Diskussionen um den Maßnahmenkatalog mit Ausgangssperre, Kontaktbeschränkungen und Distanzunterricht in den Schulen war die neue Regelung fast schon untergegangen. 

Dabei hatten schon am Freitag der Deutsche Handelsverband vor genau diesem Szenario gewarnt: Hauptgeschäftsführer Genth appellierte deshalb schnellstens wieder zur alten Regelung zurückzukehren. Und auch die die Schwarz-Gruppe , denen sämtliche Lidl und Kaufland-Filialen gehören, warnte, die Verschärfung könne zur Bildung von Warteschlangen vor den Filialen führen statt Kundenströme zu entzerren.

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