02.03.2021 | Nachrichten Corona-Schnelltests aus der Drogerie: Erste Details zum Verkaufsstart

​Schon bald könnte auf unseren Einkaufszetteln ein neuer Artikel auftauchen, der uns in den nächsten Monaten ständig begleiten wird: Der Corona-Schnelltest. Die ersten Drogerien stehen schon in den Startlöchern. Was ihr jetzt zum Auftakt wissen müsst, erfahrt ihr hier.

Foto: Ronny Hartmanndpa-Zentralbilddpa Der Schnelltest aus der Drogerie soll künftig überall einsetzbar sein.

Sie sollen künftig ein wichtiger Baustein in der Corona-Pandemie werden: Corona-Schnelltests. Vor allem auch, weil die Impfungen nach wie vor eher schleppend vorangehen. Nach den ersten Öffnungsschritten von Schulen und Kitas hat das Thema weiter an Bedeutung gewonnen.

In der vergangenen Woche hatte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte bereits die ersten drei Sonderzulassungen für Corona-Tests zur Eigenanwendung erteilt. Jetzt soll alles möglichst schnell gehen.

Drogerien wollen so schnell wie möglich loslegen

Große Einzelhändler wie Rossmann oder dm stehen schon in den Startlöchern und planen den baldigen freien Verkauf dieser Selbsttests – wenn alles glatt geht und die Hersteller ihre Lieferzusagen einhalten, könnte es schon am 9.März soweit sein.

Um möglichst vielen Kundinnen und Kunden einen Test anbieten zu können, soll die Abgabemenge erst einmal begrenzt werden. Was so ein Test kostet, ist noch offen. Um möglichst vielen aber die Möglichkeit zu geben, wird auch auf den Preis geachtet – zwischen 5 und 10 Euro sollten realistisch sein.

Wie funktioniert der Selbsttest?

Ein Abstrich im vorderen Nasenbereich genügt, dann kommt die Probe auf einen Teststreifen. Ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest wird dann in einer bestimmten Verfärbung angezeigt, ob der Test positiv oder negativ ausgefallen ist.

Der Vorteil der Schnelltests: Die Probe muss nicht extra ins Labor geschickt werden. Innerhalb von 15 Minuten soll dann ein Ergebnis stehen. Sollte ein Test positiv ausfallen, soll laut Robert Koch-Institut ein weiterer PCR-Test erfolgen, um das Ergebnis noch einmal zu bestätigen.

Antigen-Schnelltest nur eine Momentaufnahme

Ein Schnelltest bedeutet lediglich eine Momentaufnahme. Trotzdem: Wenn der Test negativ ausfällt, ist die Wahrscheinlichkeit, jemanden innerhalb kürzester Zeit anzustecken, gering.

Weil sie aber potenzielle Ansteckungsherde schnell aufdecken können, ist so ein Antigen-Schnelltest gut geeignet, um sie für die Masse anzuwenden. Deshalb sollen diese vor allem in Kitas oder Schulen eingesetzt werden, um mögliche Erkrankte aus der Masse herauszufiltern.

Sollten die Corona-Schnelltests nicht eigentlich kostenlos sein?

Vor einigen Wochen hatte Gesundheitsminister Spahn den 1. März als Starttermin für die kostenlosen Schnelltests ausgerufen. Am Ende musste er zurückrudern, der Termin wurde verschoben.

Noch ist also unklar, wie ein Konzept aussehen könnte, dass die breitflächige und kostenlose Nutzung ermöglicht. Hier dürfte aber die Bund-Länder-Konferenz am 3. März Aufschluss darüber geben, wie es an dieser Stelle weitergeht.

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