27.05.2022 | Deutschland 9-Euro-Ticket, Festivals und ablaufende Impfzertifikate: Das ändert sich im Juni

Der Juni bringt viele Änderungen - von Entlastungen für den Geldbeutel bis zu ablaufenden Zertifikaten. Was genau uns erwartet, erfahrt ihr hier.

Der neue Monat bringt viele neue Regelungen und Gesetze mit sich. Wir haben euch hier zusammengefasst, welche das sind.

Auf einen Blick:

Das ändert sich im Juni:

9-Euro-Ticket

Vom 1. Juni an kann man das 9-Euro-Ticket im gesamten Nahverkehr in Deutschland nutzen. Das Sonderangebot gilt im Juni, Juli und August und kostet 9 Euro im Monat. Auch Abokunden profitieren von der Vergünstigung. Mit dem Ticket kann dann beliebig oft der Nah- und Regionalverkehr genutzt werden. Davon ausgeschlossen ist der Fernverkehr und die grünen Flixzüge und -busse. Alles, was ihr zum 9-Euro-Ticket wissen müsst, lest ihr hier.

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Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Tankrabatt

Im Juni, Juli und August werden niedrigere Steuern auf Kraftstoff fällig. Bezieht man die Auswirkungen auf die Mehrwertsteuer ein, sinkt die Steuerlast pro Liter Benzin um insgesamt 35,2 Cent. Bei Diesel sind es 16,7 Cent. Allerdings wird es wohl dauern, bis die Steuersenkung an der Zapfsäule ankommt, weil die Energiesteuer schon in Tanklagern und Raffinerien anfällt.

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Corona-Impfzertifikate laufen ab

Ab dem 14. Juni laufen viele Impfzertifikate aus, denn dann ist es genau ein Jahr her, dass die ersten digitalen COVID-19-Impfnachweise ausgestellt wurden. Betroffen davon sind Erst- sowie Zweitimpfungen. Es heißt aber, dass diejenigen, die Corona-Warn-App oder CoV-Pass-App verwenden, rechtzeitig gewarnt werden. Sie erhalten 28 Tage vor Ablauf des Impfzertifikats eine Benachrichtigung. Die Apotheken stellen das Zertifikat dann erneut aus. Außerdem soll es laut Robert Koch-Institut bald möglich sein, dass Corona-Warn-App und CoV-Pass-App die Aktualisierung automatisch vornehmen. Laut Robert-Koch-Institut sollen die Apps das Zertifikat aktualisieren. Entsprechende Aktualisierungen dafür gibt es noch nicht. Bei Geboosterten ist das Impfzertifikat derzeit unbegrenzt gültig.

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Foto: Thomas Banneyer/dpa

Heizkostenzuschuss

Am 1. Juni tritt ein Gesetz in Kraft und gilt bis Mai 2032. Mit diesem erhalten Millionen Menschen einen einmaligen Heizkostenzuschuss vom Bund. Hintergrund sind die stark gestiegenen Heizkosten. Dafür stellt der Bund rund 370 Millionen Euro zur Verfügung, um Haushalte mit einem geringen Einkommen zu entlasten. Neben Wohngeldempfängerinnen und -empfängern erhalten auch Auszubildende und Studierende einen entsprechenden Zuschuss. Ein Ein-Personen-Haushalt, der Wohngeld bezieht, soll demnach 270 Euro erhalten, ein Zwei-Personen-Haushalt 350 Euro und für jedes weitere Familienmitglied gibt es 70 Euro dazu. Studierende und Auszubildende, die staatliche Beihilfen erhalten, haben Anspruch auf eine einmalige Zahlung in Höhe von 230 Euro. Das Geld soll ohne Antrag direkt auf die Konten überwiesen werden.

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Den genauen Beschluss findet ihr hier

Strom wird teurer

Auf der einen Seite gibt es Zuschüsse auf der anderen Seite Preissteigerungen. Nun hat auch der Stromanbieter E.On angekündigt, die Strompreise in der Grundversorgung im Juni erhöhen zu wollen. Offenbar kommt es in verschiedenen Regionen zu unterschiedlichen Anstiegen. E.on-Kunden in Bayern müssen ab nächsten Monat beispielsweise gut 6 Prozent mehr für ihren Strom bezahlen. Neben E.on erhöhen auch einige regionale Stromanbieter und Stadtwerke die Strompreise. Für Stromkunden der Stadtwerke Landshut steigen die Preise ab Juni um 3,4 Prozent.

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Ausländische Führerscheine umschreiben

Wer länger als ein halbes Jahr in Deutschland lebt, muss in der Regel seine ausländische Fahrerlaubnis umschreiben lassen. Am 1. Juni ändert sich die Fahrerlaubnis-Verordnung so, dass es für viele Menschen leichter wird, die eigene Fahrerlaubnis umschreiben zu lassen.

Mit einer Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung können Personen aus Albanien, Großbritannien, Gibraltar, Kosovo und Moldau den Führerschein einfacher beantragen. Mehr Informationen zu den Regelungen erhaltet ihr auf der Webseite des Bußgeldkatalogs.

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Die genauen Regelungen findet ihr hier

Änderung für ethanolhaltige Medikamente

Ab dem 1. Juni wird die Arzneimittel-Warnhinweisverordnung an EU-Richtlinien angepasst. Als Folge muss bei ethanolhaltigen Arzneimitteln auch die enthaltenen Mengen Ethanol pro Einzelgabe in Vol.-% gekennzeichnet werden. Restbestände dürfen aber noch bis zum 30. Juni 2023 verkauft werden.

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Aus für den Internet Explorer

Microsoft schickt den Browser Internet Explorer am 15. Juni endgültig in den Ruhestand. Mittlerweile gilt er nach 27 Jahren als veraltet und überholt. Wer nicht sowieso schon umgestiegen ist, kann zum Beispiel die neuere Software Edge von Microsoft oder Chrome von Google benutzen.

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Rock-Festivals kehren zurück

Konzertfans dürfen sich auf einen umfangreichen Festivalsommer freuen. Nach zwei Jahren Auszeit sind wieder viele Rock- und Pop-Festivals geplant. Den Auftakt machen die Zwillingsfestivals "Rock im Park" in Nürnberg und "Rock am Ring" in Rheinland-Pfalz vom 3. bis 5. Juni. Headliner sind Volbeat, Green Day und Muse. Beide Festivals waren - wie die meisten im Land - 2020 und 2021 aufgrund der Corona-Beschränkungen ausgefallen.

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Foto: Thomas Frey/dpa

3G wird bis August ausgesetzt

Das Einreisen soll ab dem 1. Juni gelockert werden. Wegen sinkender Fallzahlen will Gesundheitsminister Karl Lauterbach die Corona-Einreiseregeln über den Sommer lockern. Die noch bis 31. Mai gültige Corona-Einreiseverordnung schreibt allen Personen über 12 Jahren vor, bei Einreise einen 3G-Nachweis vorzuzeigen. Bei Einreise aus einem Virusvariantengebiet sollen weiterhin noch strengere Regeln bestehen bleiben: Diese müssen sich in Deutschland in eine 14-tägige Quarantäne begeben, trotz Impf- oder Genesungsnachweis. Diese Regelung soll auch in den kommenden Monaten weiter fortbestehen.

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Vereinfachte Hartz-IV-Regelung für Ukraine-Geflüchtete

Geflüchtete aus der Ukraine haben ab dem 1. Juni einen Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen. Diese können dann für maximal sechs Monate bewilligt werden. Bislang erhält diese Gruppe geringere Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Damit können die Menschen, die vor dem russischen Angriffskrieg nach Deutschland geflüchtet sind, künftig von den Jobcentern beraten und zu Bewerbungen vermittelt werden.

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Sommerfahrplan

Bei der Deutschen Bahn und anderen Verkehrsunternehmen gilt ab 12. Juni der Sommerfahrplan, der allerdings nur mit kleineren Änderungen verbunden ist. So bietet die Bahn wieder eine Direktverbindung zwischen Berlin und der Nordseeinsel Sylt an. Zudem wird Chemnitz nach eineinhalb Jahrzehnten ans Fernverkehrsnetz angebunden und bekommt umsteigefreie Verbindungen nach Berlin und weiter an die Ostsee.

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Schulferien

Für Millionen Schülerinnen und Schüler nähert sich das Schuljahr dem Ende: Als erste starten diesmal die Kinder und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen in die Sommerferien - ihr letzter Schultag ist der 24. Juni (erster Ferientag: 27. Juni). Als letztes Bundesland startet Bayern am 29. Juli (erster Ferientag: 1. August). Bis zum 9. August sind dann für gut eine Woche alle Schüler in Deutschland in den großen Ferien.

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Aldi erhöht Mindestlohn 

Während der gesetzliche Mindestlohn zum 1. Juli 2022 planmäßig auf 10,45 Euro steigen und noch dieses Jahr 12 Euro erreichen soll, hebt Aldi den Mindestlohn schon im Juni an. Die Discounterkette zahlt ihren Angestellten ab Juni 2022 einen höheren Mindestlohn. So verdienen Beschäftigte der Kette ab Juni statt 12,50 Euro mindestens 14 Euro die Stunde. Das gilt sowohl für Aldi Süd als auch für Aldi Nord.

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