26.03.2021 | Deutschland Auch Biontech testet Corona-Impfstoff an Kindern: Das ist geplant

​Zwar bleiben Kinder in den meisten Fällen von schweren Covid-19-Erkrankungen verschont. Trotzdem gibt es auch bei den Jüngsten schwere Verläufe bis hin zu Todesfällen. Damit auch Kinder ausreichend gegen das Corovavirus geschützt werden, hat jetzt auch Biontech und Pfizer begonnen, ihren Impfstoff an Kindern zu testen. Was geplant ist, erfahrt ihr hier.

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Bisher setzte Deutschland bei seiner Impfstrategie vor allem den Fokus auf die besonders gefährdeten Gruppen. Einer der wichtigen Schritte in Richtung Herdenimmunität wird aber auch die Immunisierung von Kindern und Jugendlichen sein.

Schon Anfang 2022 sollen auch Kinder geimpft werden

Nachdem Moderna und Astrazeneca schon mit ähnlichen Studien gestartet sind, ziehen Biontech und Pfizer jetzt nach. Die ersten gesunden Kinder haben bereits eine erste Dosis des Impfstoffs verabreicht bekommen. Wie die beiden Unternehmen mitteilten, soll bei den Tests die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit untersucht werden.

Wenn alles gut geht, soll der Impfstoff schon Anfang 2022 für die ersten Kinder und Jugendlichen bereitstehen. Auf dem Weg zum finalen Impfstoff sollen drei verschiedene Dosierungen getestet werden. Vor einigen Wochen hatte Pfizer bereits damit begonnen, in einem Zwischenschritt Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren zu testen.

Neuartige Entzündungskrankheit MIS-C

Zwar bleibt die jüngste Altersgruppe in der Regel von schweren Krankheitsverläufen verschont, aber auch unter den 12-Jährigen gibt es schwere Erkrankungen bis hin zu Todesfällen. Auch ein gefährlicher Nebeneffekt einer Corona-Erkrankung: Die Auslösung des gefährlichen Entzündungssyndroms MIS-C. Dabei handelt es sich um eine neuartige Krankheit, bei der die Organa wie Herz, Lunge, Leber oder die Haut schwere Entzündungen von sich tragen.

Kinder sollen zur Herdenimmunität beitragen

Abgesehen von den gesundheitlichen Problemen, die bei Kindern auftreten können, ist es möglich, dass infizierte Kinder das Coronavirus leicht weitertragen können. Damit eine Herdenimmunität entstehen kann, müssten also in vielen Ländern auch die Jüngsten früher oder später geimpft werden.

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