20.05.2020 | Deutschland Bis zu 20 Wochen Lohnersatz: So sollen Eltern nun unterstützt werden

Der Anspruch auf Lohnersatz für Eltern ohne Betreuungsmöglichkeit soll heute im Bundestag auf 20 Wochen verlängert werden.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Eltern, die ihre Kinder wegen der Corona-Einschränkungen bei den Kitas und Schulen zu Hause betreuen müssen, sollen bis zu 20 Wochen Lohnersatz bekommen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der «Neuen Osnabrücker Zeitung», die «nachrangige Lohnfortzahlung» werde je Elternteil auf bis zu zehn Wochen verlängert, für Alleinerziehende auf bis zu 20 Wochen. «Das gibt die nötige Sicherheit in ungewisser Lage.» Bislang ist die Entschädigung auf sechs Wochen begrenzt.

Änderung soll heute beschlossen werden

Der entsprechende Änderungsantrag soll am heutigen Mittwoch im Kabinett beschlossen werden, so beruft sich das Redaktionsnetzwerk Deutschland auf Ministeriumsangaben. Auch Familienministerin Franziska Giffey (SPD) bestätigte diese Gesetzesänderung heute morgen im ZDF-Morgenmagazin. 

Bisher sechs Wochen Anspruch auf Lohnfortzahlung

Wer wegen der Betreuung der Kinder unter zwölf Jahren derzeit nicht arbeiten kann, hatte bisher sechs Wochen Anspruch auf Lohnfortzahlung. In diesem Fall wurden 67 Prozent des Nettoeinkommens, höchstens aber 2016 Euro im Monat vom Arbeitgeber gezahlt. Dieser kann sich das Geld dann von den Behörden erstatten lassen.

Jedes Elternteil soll mit der Änderung dann je zehn Wochen Anspruch auf Lohnersatz haben - Alleinerziehende bis zu 20 Wochen.

Wann die Schulen und Kindergärten wieder komplett öffnen können ist in vielen Bundesländern unklar. Aus diesem Grund wurde in den letzten Wochen die Forderung nach einer Verlängerung der Lohnersatzzahlungen immer lauter. Auch Bayerns Ministerpräsident Söder (CSU) hatte sich im Vorfeld für eine Verlängerung ausgesprochen.