04.06.2020 | Deutschland Bundesregierung zahlt 300 Euro pro Kind: So bekommt ihr die Corona-Hilfen

Die Bundesregierung hat in ihrem milliardenschweren Konjukturpaket einen Familienbonus in Höhe von 300 Euro pro Kind beschlossen. Hier lest ihr die Details.

Foto: Maurizio Gambarini/dpa

In einem milliardenschweren Corona-Konjunkturpaket hat sich die Bundesregierung unter anderem auf einen Familienbonus in Höhe von 300 Euro pro Kind geeiningt. Wir haben die Details für euch.

Wer bekommt den Kinderbonus?

Jedes Kind mit Berechtigung auf Kindergeld bekommt einen einmaligen Bonus in Höhe von 300 Euro. Damit soll die Kaufkraft und somit die Wirtschaft angekurbelt werden. Der Bonus wird direkt mit dem Kindergeld einmalig ausgezahlt. 

Wann kommt der Kinderbonus?

Einen genauen Termin gibt es derzeit noch nicht, aber Experten rechnen mit einer raschen Auszahlung. Da zum Beispiel die Senkung der Mehrwertssteuersatzes schon Anfang Juli in Kraft tritt, ist es denkbar das der Bonus auch im Juli ausgezahlt wird. 

Insgesamt soll der Bonus in drei Raten zu je 100 Euro ausgezahlt werden. Das teilte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) in Berlin mit. 

Wird der Bonus auf Wohngeld oder Arbeitslosengeld angerechnet?

Nein, der Bonus wird mit dem steuerlichen Kinderfreibetrag vergleichbar dem Kindergeld verrechnet. Eine Anrechnung auf die Grundsicherung erfolgt nicht.

Wie wird Alleinerziehenden geholfen?

Für Alleinerziehende erhöht sich der Steuerfreibetrag von 1908 Euro auf 4000 Euro.

Was kostet die Bundesregierung diese Hilfen?

Der Finanzbedarf für den Kinderbonus liegt bei 4,3 Milliarden Euro.

Gibt es Kritik am Kinderbonus?

Der Sozialverband VdK kritisiert den einmaligen Kinderbonus. 

"Der Kinderbonus wird verbrennen wie ein Strohfeuer", sagte die VdK-Präsidentin Verena Bentele der «Rheinischen Post» (Donnerstag). Viel zielgenauer wäre es, nur arme und bedürftige Familien zu unterstützen. "Wenn der Kinderbonus im Sparschwein oder im Aktienfonds landet, verpufft der Konjunkturimpuls. Und wer echte finanzielle Sorgen hat, dem helfen 300 Euro gar nichts."