20.11.2020 | Deutschland CDU: Auch Beamte sollen künftig Rentenbeiträge zahlen

Einem Konzeptpapier der CDU-Fraktion zufolge sollen künftig auch Beamte in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen. Diese waren bislang ausgenommen.

Foto: picture alliance / dpa

Die Rentenversicherung in Deutschland soll in den nächsten Jahren reformiert werden. Experten der CDU-Fraktion arbeiten daher gerade an einem Reformentwurf für eine grundlegende Umstrukturierung der Rentenversicherung. Unter anderem wird vorgeschlagen ab 2030 die Regelaltersgrenze auf eine Regelversicherungszeit umzustellen. 

Damit bräuchte man in Zukunft 45 Jahre Regelversicherungszeit, um abschlagsfrei in Rente zu gehen. Ausgangspunkt für die Regelversicherungszeit solle der Zeitpunkt des ersten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsvertrages oder Ausbildungsvertrages sein - spätestens das Datum, an dem es keinen gesetzlichen Anspruch auf Kindergeld mehr gibt.

Zudem heißt es in dem elfseitigen CDU-Papier, dass die steigenden Konten der Alterssicherung künftig nicht nur von den Beitragszahlern finanziert werden sollen, sondern es sei auch eine Beitragspflicht auf Einkünfte jenseits des Arbeitsentgelts denkbar. Nähere Details wurden hier aber noch nicht gemacht. 

Rentenbeiträge künftig auch für Beamte?

Für Diskussion sorgt auch der Vorschlag der CDU-Experten, dass künftig auch Beamte unter 30 Jahren in die Rentenkasse einzahlen sollen. Diese Regelung soll dann auch für Selbstständige und Politiker gelten. 

Auch die Beitragsbemessungsgrenze könnte in Zukunft steigen. Davon sind Gutverdiener betroffen. Aktuell müssen diese auf bis zu 6.900 Euro ihres Monatsbruttos Rentenbeiträge zahlen. Diese Grenze soll in Zukunft steigen.