21.07.2021 | Deutschland Corona-Schnelltests: Rund die Hälfte der Ergebnisse ist falsch

​Antigen-Schnelltests sind in gewisser Weise eine Eintrittskarte für viele alltägliche Freizeitveranstaltungen. Jedoch sind fast die Hälfte dieser Tests falsch, wie eine Studie der Uniklinik Würzburg ergeben hat. Was genau das bedeutet, erfahrt ihr hier.

Foto: ThorstenF / pixabay

Über 5.000 Patienten waren Teil der Studie an der Uniklinik Würzburg: seit Mitte Januar wurde jede Person, die in der Uniklinik aufgenommen wurde, mit einem Antigen-Schnelltest und mit einem PCR-Test getestet. 

Das Ergebnis: PCR-Tests sind sicher, bei Antigen-Schnelltests sieht es allerdings anders aus.

Die Antigen-Tests haben nur 42,6% der Infektionen erkannt – die Hersteller versprechen allerdings bis zu 90% Genauigkeit. Die Wissenschaftler des Uniklinikums erklären ihr Ergebnis mit der unterschiedlichen Viruslast bei den Infizierten. Bei hochinfektiösen Personen seien die Antigen-Tests sehr zuverlässig. Nicht aber bei Menschen mit einer geringen Viruslast, also wenn sich beispielsweise jemand gerade erst mit Corona infiziert hat. Damit können negative Schnelltests falsche Sicherheit suggerieren, so Studienleiter Dr. Manuel Krone in der Pressemitteilung der Uniklinik.

Die Antigen-Schnelltests seien aber trotzdem sinnvoll. Sie können dort eingesetzt werden, wo viele Menschen zusammenkommen und eine hohe Infektiosität ausgeschlossen werden soll, so Doktorandin Isabell Wagenhäuser, Erstautorin der Studie. Dann seien sie eine sinnvolle Ergänzung weiterer Hygienemaßnahmen.

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