21.01.2022 | Deutschland Corona-Test: Was ist der CT-Wert und was bedeutet er?

PCR-Tests gelten als die aktuell sichersten Indikatoren, was die Bestätigung einer Infektion mit Corona angeht. Ein Wert, der dabei immer wieder auftaucht, ist der sogenannte CT-Wert. Doch was bedeutet er?

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Anders als Schnell- oder Selbsttests werden PCR-Tests im Labor ausgewertet. Sie gelten als genauer und sind damit das feinste Instrument, wenn es darum geht festzustellen, ob sich jemand mit Corona infiziert hat. PCR-Tests können nicht nur Aussagen darüber treffen, ob jemand Corona hat oder nicht, sondern auch wie ansteckend die Person ist. Ausschlaggebender Punkt ist dabei der sogenannte CT-Wert.

Was bedeutet der CT-Wert?

Wenn ein PCR-Test in einem Labor ausgewertet wird, dann zeigt der CT-Wert an, wie hoch eure Viruslast ist. Das bedeutet, es kann nicht nur festgestellt werden, ob ihr das Coronavirus in euch tragt, sondern auch wie viel davon. Das wiederum bedeutet, dass festgestellt werden kann, ob ihr ansteckend seid oder nicht.

Wie wird der CT-Wert berechnet?

Beim PCR-Test wird ein Mund oder Nasenabstrich gemacht. Falls ihr Corona habt, ist auf dem Abstrich Erbgut des Coronavirus enthalten. Im Labor wird dieses Erbgut vermehrt und hier kommt der CT-Wert ins Spiel: Er gibt an, wie oft das Erbgut vermehrt werden muss, bis man das Corona-Erbgut messen kann.

Wie ist der CT-Wert zu deuten?

Ein niedriger CT-Wert (beispielsweise unter 30) bedeutet, dass man das Virus-Erbgut nicht oft vermehren musste, bis man es messen konnte. Im Umkehrschluss bedeutet das: Es war von vornherein genügend da, also ist eure Viruslast hoch. Je niedriger der CT-Wert, desto höher ist die Viruslast: man ist also ansteckender. Und genau so umgekehrt, wenn man das Erbgut oft vermehren muss, dann nur weil von vornherein wenig da war – das bedeutet die Viruslast ist niedrig und man ist weniger ansteckend.

Wie aussagekräftig ist der CT-Wert?

Der CT-Wert ist nur eine Richtlinie und eine zusätzliche Information. Es heißt nicht automatisch, dass jemand mit einer hohen Viruslast hochansteckend ist oder umgekehrt. Beispielsweise kann jemand mit niedriger Viruslast trotzdem hochansteckend sein, weil das Immunsystem die Erreger noch nicht ausgeschaltet hat. Hier kommt es vor allem auf den Zeitraum an, wann der Test durchgeführt wurde.

Ein Beispiel: Eine Kontaktperson, die sich testen lässt, aber keine Symptome hat, kann weniger Stunden später hochansteckend sein, weil sich das Coronavirus in ihr schnell vermehrt. Deswegen ist ein zweiter PCR-Test nach einiger Zeit die beste Methode, um sicherzugehen. Als Richtline sagt das RKI, dass man mit einem CT-Wert von 30 oder weniger als ansteckend gilt.