14.04.2021 | Deutschland Corona-Zweitimpfung: Diese Stoffe ersetzen AstraZeneca

Das Hin und Her mit dem Impfstoff des Herstellers AstraZeneca ist für viele schon lange nicht mehr nachvollziehbar. Erst war er nur für Menschen unter 60 Jahren zugelassen - jetzt darf er nur über 60-Jährigen gespritzt werden. Was aber, wenn es den ersten Pikser schon gab?

Foto: Luka Dakskobler/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Der Impfstoff von AstraZeneca hat in den letzten Wochen viel Aufmerksamkeit und Spekulation auf sich gezogen. Erst durfte er nur Menschen unter 60 Jahren verabreicht werden, dann wurde die Regel umgedreht. Aktuell dürfen nur Menschen ab dem 60. Lebensjahr mit AstraZeneca geimpft werden - jüngere lediglich auf eigene Gefahr.

2,2 Millionen unter 60 mit Erstimpfung

Was aber, wenn man unter 60 ist und den ersten Pikser mit AstraZeneca schon bekommen hat? Das betrifft immerhin 2,2 Millionen Menschen in Deutschland. Für diesen Fall haben die Gesundheitsminister der Länder einstimmig beschlossen, dass auf andere Präparate umgestiegen werden soll. 

Verschiedene Impfstoff-Varianten

Die Zweitimpfung soll mit einem mRNA-Impfstoff von Biontech oder Pfizer durchgeführt werden. Bei AstraZeneca selbst handelt es sich um einen Vektorimpfstoff. Trotz der unterschiedlichen Immunisierungswege der Präparate soll aber ein wirksamer Schutz aufgebaut werden können. Bayerns Gesundheitsminister und Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek, sagte hierzu: 

„Die Lösung, die jetzt gefunden wurde, bietet einen guten Schutz für die Menschen“
Zeitlicher Abstand zwischen den Impfungen

Grundsätzlich wird empfohlen, die Zweitimpfung zwölf Wochen nach dem erster Pikser machen zu lassen. Übergangsweise können aber bereits vereinbarte Termine auch schon in der neunten Woche vereinbart werden. 

Zweitimpfung auch weiterhin mit AstraZeneca 

In Einzelfällen könne laut den Gesundheitsministern aber auch noch AstraZeneca selbst für die Zweitimpfung in Betracht gezogen werden. Hierfür brauche es aber eine entsprechende Risikoanalyse von einem Arzt.

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