28.12.2021 | Deutschland Das ist 2022 neu für Familien

Das neue Jahr bringt viele Änderungen und Neuerungen mit sich. Vor allem Familien sollen davon profitieren. Pandemiebedingt müssen Eltern aber noch einige Veränderungen in Kauf nehmen. Eine Zusammenfassung.

Foto: pixabay / Charles McArthur

Nur noch wenige Tage bis zum neuen Jahr 2022. Mit dem Jahreswechsel kommen wieder einige Neuerungen und Änderungen auf uns zu. Vor allem für Familien sind Erleichterungen geplant. Anfang Januar müssen Eltern aber erstmal mit einer neuen Testpflicht für unter sechsjährige Kinder planen. 

Testpflicht

Die Testpflicht wird für Kinder vor dem Grundschulalter ausgeweitet. Ab 10. Januar müssen alle Kinder von eins bis sechs Jahren, die Krippen, Kitas und Kindergärten besuchen, dreimal pro Woche getestet werden. Das gilt für alle Kinder, die tagsüber nicht Zuhause betreut werden. Als Nachweis reicht der Teststreifen mit dem negativen Ergebnis oder ein Dokument, mit dem "glaubhaft versichert" wird, dass das Kind negativ getestet wurde.

Kindergeld

2022 ist keine Erhöhung beim Kindergeld geplant.

Kinderkrankengeld

Das Kinderkrankengeld soll erweitert werden. Im neuen Jahr haben Eltern pro Kind Anspruch auf bis zu 30 Arbeitstage Kinderkrankengeld, Alleinerziehende bis zu 60 Tage. Das gilt auch, wenn die Kita oder die Schule coronabedingt geschlossen werden.

Kinderzuschlag

Der Kinderzuschlag wird ausgezahlt, wenn vom Brutto wenig Netto bleibt. Dieser Zuschlag wird turnusmäßig zum Januar um vier Euro von 205 auf 209 Euro pro Kind pro Monat angehoben. Davon profitieren laut Bundesregierung 640.000 Haushalte in Deutschland.

Kindsunterhalt

Die Düsseldorfer Tabelle regelt den Kindsunterhalt, sobald eines der Elternteile nicht mehr mit dem Kind zusammenlebt. Der Mindestunterhalt steigt 2022 für Kinder bis sechs Jahre auf 396 Euro. Für Kinder zwischen sechs und elf Jahren sind es 455 Euro, 12- bis 17-Jährigen stehen 533 Euro zu und ab 18 Jahren 569 Euro. Zum ersten Mal sind in der Tabelle auch vierstellige Unterhaltszahlungen vorgesehen, wenn der weggezogene Elternteil Netto mehr als 6.201 Euro verdient.

Erleichterungen geplant

Die neue Bundes-Familienministerin Anne Spiegel hat Neuerungen angekündigt. Beispielsweise soll Kindern aus armen Familien ein Garantiebetrag zustehen, der durch Zusatzbeiträge ergänzt werden kann. Zudem soll auch der zweite Elternteil nach der Geburt eines Kindes zwei Wochen lang mit vollbezahltem Zusatz-Urlaub daheim bleiben dürfen. Elternzeit soll länger und leichter aufteilbar werden. Familienpflegezeit soll die entlasten, die Angehörige pflegen müssen. 

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