21.04.2021 | Deutschland Offiziell beschlossen: Das sind die Regeln der Corona-Notbremse

Die Corona-Maßnahmen sind nochmals verschärft worden. Am Mittwoch hat der Bundestag die bundeseinheitliche Corona-Notbremse beschlossen. Alle wichtigen Beschlüsse gibt es hier in einer Übersicht:

Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

In der Vergangenheit sind viele Bundesländer in der Pandemie-Bekämpfung ihren eigenen Weg gegangen. Deshalb wurde jetzt eine bundesweit einheitliche Handhabung auf den Weg gebracht. Hier handelt es sich um bundesweite Mindestregeln. Jedes Bundesland kann diese noch selbst verschärfen. Der Freistaat hat bereits angekündigt, noch eventuell Änderungen vorzunehmen. Bisher fix ist die Verschärfung im Bereich Schule.

Das sind die Regeln:

Ausgangssperre:
  • Künftig soll es in Städten und Landkreisen mit einer Inzidenz von über 100 eine Ausgangsbeschränkung zwischen 22 Uhr und 5 Uhr morgens geben. Zusätzlich sollen Joggen und Spaziergänge bis Mitternacht erlaubt sein, vorausgesetzt, man ist alleine unterwegs.
  • Menschen aus einem Haushalt dürfen sich nur noch mit einer weiteren Person treffen. Maximal erlaubt sind fünf Personen, Kinder unter 14 Jahren sind ausgenommen.
Einzelhandel
  • Geschäfte dürfen ab einer Inzidenz von 100 nicht mehr öffnen.
  • Termin-Shopping ist bis zu einer Inzidenz von 150 erlaubt, darüber nur noch Click&Collect
Restaurants/Gastronomie
  • To-Go-Angebote und Auslieferungen bleiben erlaubt
Körpernahe Dienstleistungen:
  • nur zu medizinischen, therapeutischen, seelsorgerischen oder pflegerischen Zwecken
  • Ausnahme: Friseur-Besuche und Fußpflege, jedoch immer mit aktuellem negativem Schnelltest und Maske.
Freizeit/Kultur
  • Schließung aller Freizeiteinrichtungen ab Inzidenz von 100
  • Ausnahme: Zoos und botanische Gärten mit negativem Corona-Test
Sport
  • Individualsport bleibt möglich, aber nur maximal zu zweit bzw. mit Personen aus dem eigenem Hausstand
  • Kinder bis zum Alter von 14 Jahren sollen weiterhin Sport in Gruppen machen können
Homeoffice:
  • Homeoffice-Pflicht wird im Infektionsschutzgesetz verankert
  • Arbeitgeber muss Angestellten das Arbeiten von zuhause möglich machen.
  • Wenn Home-Office nicht möglich ist, müssen Arbeitgeber zwei Corona-Tests pro Woche bereitstellen
Schulen - speziell für Bayern

Nach den neuen Regeln der Bundes-Notbremse sollen die Schulen eigentlich ab einer Inzidenz von 165 auf Distanzunterricht umstellen. Bayern weicht aber davon ab:

  • Schon ab einer Inzidenz von 100 soll es Fernunterricht geben. Ausgenommen sind die Abschlussklassen an Grund- und weiterführenden Schulen sowie die elfte Jahrgangsstufe.
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