19.07.2022 | Deutschland Dürrefolgen: Bitte nicht in den Gardasee springen!

Springt nicht in den Gardasee! Im ersten Moment klingt diese Warnung etwas kurios und widersprüchlich, doch sie existiert wirklich und das aus gutem Grund. Was es damit auf sich hat, hier erfahrt ihr es.

Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Südeuropa kämpft seit Wochen mit außergewöhnlich hohen Temperaturen und außergewöhnlich weniger Niederschlag. Ein - im wahrsten Sinne des Wortes - Hotspot ist Norditalien

Temperaturen von bis zu 40 Grad wurden in den vergangenen Tagen gemessen. Wegen der Notlage entschieden Städte wie Mailand und Venedig zudem, Brunnen abzudrehen, um Wasser zu sparen. Die Regierung in Rom hat schon den Dürre-Notstand in den fünf Regionen Lombardei, Piemont, Venetien, Friaul-Julisch Venetien und Emilia-Romagna verhängt. Waldbrände sind an der Tagesordnung.

Große Seen wie etwa der Gardasee führen für deutlich weniger Wasser als normalerweise zu dieser Jahreszeit. Deshalb warnt der Präsident des Gemeindeverbands am Gardasee, Pierlucido Ceresa:

"Springen sie nicht in den Gardasee"

Denn der Wasserstand sei an einigen Stellen so niedrig, das man sich schnell den Kopf anstoßen könnte. 

Gesamter Mittelmeerraum betroffen

In Spanien brennt es an vielen Orten weiterhin lichterloh. Mehrere Menschen kamen allein am vergangenen Wochenende durch die Brände ums Leben, darunter ein Feuerwehrmann. Die aktuelle Hitzewelle betrifft Spanien offiziell seit dem 9. Juli mit Temperaturen von bis zu 45 Grad. Hinzu kommen starke Winde, die neue Waldbrände immer wieder anfachen. 

In Portugal haben die Flammen innerhalb einer Woche rund 30 000 Hektar Wald vernichtet.

Bis einschließlich Dienstag werden in weiten Teilen Frankreichs Temperaturen weit über 30 Grad erwartet. Weil die Hitze dazu führt, dass sich Oberleitungen ausdehnen und auch Schienen verbiegen können, fahren die Züge der französischen SNCF bei hohen Temperaturen teils langsamer. 

Obwohl Griechenland bisher von der starken Hitze in Westeuropa verschont blieb, ist es auch dort sehr heiß und trocken. Jeden Tag brechen Waldbrände aus, die glücklicherweise meistens schnell eingedämmt werden können.

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