02.01.2020 | Deutschland Feuer-Drama im Zoo: Was den Verursachern droht

Nach dem verheerenden Brand im Krefelder Zoo, scheinen die Verursacher gefunden zu sein. Eine Mutter mit ihren zwei erwachsenen Töchtern, meldeten sich bei der Polizei.

Foto: Marcel Kusch/dpa

Auch heute bleibt der Krefelder Zoo geschlossen. Bei dem Feuer in der Nacht zu Neujahr wurden über 30 Tiere, darunter mehrere Menschenaffen, getötet.  Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung. 

Eine Mutter und ihre zwei erwachsenen Töchter stellten sich am Mittwoch der Polizei. Sie haben Himmelslaternen steigen lassen, die den Brand ausgelöst haben sollen. Diese Leuchtkörper sind in Deutschland fast überall verboten.  Eine Handschrift auf einer Himmelslaterne, die in den abgebrannten Resten des Affenhauses gefunden wurde, konnte den drei Frauen Zugeordnet werden. Zuerst berichtete die "BILD" darüber. 

Auf einer Pressekonferenz am heutigen Donnerstag, sagte Kriminalhauptkommissar Gerd Hoppmann: Die Frauen machen einen „sehr verantwortungsbewussten“ Eindruck. Sie haben fünf der Himmelslaternen im Internet bestellt und gedacht, es ist erlaubt, sie steigen zu lassen.

Ihnen droht ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung. 

Dazu  heißt es in Paragraf 306 im Strafgesetzbuch:

  • (1) Wer in den Fällen des § 306 Abs. 1 oder des § 306a Abs. 1 fahrlässig handelt oder in den Fällen des § 306a Abs. 2 die Gefahr fahrlässig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
  • (2) Wer in den Fällen des § 306a Abs. 2 fahrlässig handelt und die Gefahr fahrlässig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.