07.07.2022 | Deutschland Finanzminister Lindner plant Kürzungen bei Langzeitarbeitslosen

Die Bundesregierung hatte vergangene Woche den sogenannten Haushalt für das Jahr 2023 beschlossen. Damit wird geregelt, wie viel Geld der Bund für was ausgeben wird. Und Langzeitarbeitslose müssen sich offenbar auf Einschnitte einstellen. Alles Wichtige hier zusammengefasst.

Foto: Jan Woitas/dpa

Die Bundesregierung will im kommenden Jahr weniger Geld für Unterstützungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose ausgeben. Das steht so im Haushaltsentwurf, den die Bundesregierung vergangene Woche beschlossen hatte.

Einschnitte

Das zuständige Bundesarbeitsministerium soll von Finanzminister Lindner zwar mit 163 Milliarden Euro gut zwei Milliarden Euro mehr bekommen als bisher. Allerdings wird das Geld innerhalb der Behörde umverteilt, zu Lasten von Langzeitarbeitslosen. 

Konkret sollen die sogenannten "Leistungen zur Eingliederung in Arbeit" von 4,8 auf 4,2 Milliarden gekürzt werden. Mit dem Geld werden unter anderem Lohnkostenzuschüsse bezahlt, wenn Unternehmen Langzeitarbeitslose einstellen.

Die Betroffenen

Von den "Leistungen zur Eingliederung in Arbeit" sollen Menschen profitieren, die keinen Job finden, selbst bei dem aktuellen und anhaltenden Fachkräftemangel. Voraussetzung ist, dass sie seit mindestens sieben Jahren Hartz IV beziehen. Insgesamt fünf Jahre erhalten Arbeitgeber dann staatliche Lohnzuschüsse. In den ersten beiden Jahren wird sogar 100 Prozent des Lohns erstattet.

Durch öffentlich geförderte Arbeitsplätze sollen diese Menschen trotzdem die Chance bekommen, am Berufsleben teilzunehmen. Zuletzt wurden laut Bundesagentur für Arbeit gut 42.000 Menschen mit dieser Maßnahme gefördert.

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