08.06.2009 | Deutschland Gabriele Pauli will eigene Partei gründen

Gabriele Pauli will eigene Partei gründen
Die ehemalige CSU-Rebellin Gabriele Pauli will nach ihrem Gastspiel bei den Freien Wählern eine eigene Partei gründen.
München ) (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Die Ex-CSU-Rebellin und heutige Freie-Wähler-Politikerin Gabriele Pauli stößt mit ihrer Absicht, mit einer neuen Partei zur Bundestagswahl anzutreten, in den eigenen Reihen auf große Vorbehalte.

Die Freien Wähler (FW) machten nicht automatisch das, was Frau Pauli vorschlage, sagte ihr Bundesvorsitzender Armin Grein am Montag. «So wie ich das sehe, werden sie nicht allzu sehr begeistert sein von dem Vorschlag.» Der bayerische Landtagfraktionschef Hubert Aiwanger der Freien Wähler sagte: «Wir stellen uns für 2013 auf. Ich sehe jetzt keinen sinnvollen Ansatzpunkt für 2009.»

Pauli bekräftigte am Montag ihre Absicht, notfalls auch ohne formelle Unterstützung ihrer Wählergruppe im Herbst anzutreten. In Kürze werde es ein «Leitpapier geben mit grundlegenden Gedanken», anschließend eine Gründungsversammlung, erläuterte sie in München. Die Führung der Freien Wähler war von ihrem schon am Sonntagabend unternommenen Vorstoß völlig überrumpelt worden.

Pauli begründete die geplante Parteigründung damit, dass es für die Freien Wähler kaum möglich sei, sich rechtzeitig bis September in eine Partei umzuwandeln. Die neue Partei sei ein «Angebot» an alle Freien Wähler und werde «vom selben Denken» geprägt sein wie diese Gruppierung. Ihr Landtagsmandat für die Freien Wähler wolle sie in jedem Fall behalten. Von einem Bruch oder einer Spaltung der Wählergruppierung wollten sie und Aiwanger nicht sprechen. «Einen endgültigen Bruch sehe ich derzeit nicht», sagte Fraktionschef Aiwanger.

Die Freien Wähler holten bei der Europawahl am Sonntag mit Pauli als Spitzenkandidatin in Bayern 6,7 Prozent der Stimmen, bundesweit waren es nur 1,7 Prozent. (Quelle: ) (Quelle: )