05.12.2019 | Deutschland Geheimpapier aus Umweltbundesamt knallhart! So müssten Autofahrer für Klimaschutz büßen

Wenn die Bundesregierung ihre Klimaziele schaffen will, muss sie mehr tun – zumindest im Verkehr. Ein internes Papier des Umweltbundesamts fordert drastische Schritte wie eine Spritpreissteigerung von bis zu 70 Cent und das Aus für die Pendlerpauschale.

Foto: David Young/dpa
  • Tempo 120!
  • Höhere Steuern auf Diesel!
  • Abschaffung der Pendlerpauschale!
  • Höhere Lkw-Maut!

Eine Auflistung mit drastischen Einschnitten für Autofahrer in Deutschland. Sie stammen aus einem internen Bericht des Umweltbundesamts, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Die Schritte sind demnach nötig, um die deutschen Klimaziele im Verkehr zu erreichen. 

Philosophie im deutschen Verkehr würde sich grundlegend ändern

Alle Privilegien etwa für Dienstwagen und Dieselkraftstoffe sollen wegfallen, die Pendlerpauschale abgeschafft werden, die Maut für Lkw stark steigen und auf Autobahnen rasch ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern eingeführt werden, heißt es in dem Papier, über das die Zeitung berichtet.

So teuer müsste der Sprit in den nächsten 10 Jahren werden

So würde die Steuer auf Diesel - der bislang steuerlich begünstigt wird - bis 2030 um gut 70 Cent auf 1,19 Euro je Liter steigen, Benzin würde um 47 Cent teurer. Das Papier war den Informationen zufolge bereits im Juni erstellt worden, als die Bundesregierung ihr Klimapaket vorbereitete, öffentlich wurde es aber nie.

Bundesregierung setzt lieber auf Förderung

Ob die Behörde ihre Einschätzungen publik machen darf, entscheidet das Bundesumweltministerium. Dort habe man die Erarbeitung konkreter Vorschläge dem Verkehrsministerium überlassen wollen, heißt es in dem Bericht.

Die Bundesregierung verfolgt mit ihrem Klimapaket allerdings andere Pläne, um den Verkehr umweltfreundlicher zu gestalten. Die große Koalition baut auf Fördermaßnahmen im Bereich Elektroautos und alternative Kraftstoffe. Zudem soll das Bahnfahren billiger und das Fliegen teurer werden.