21.01.2021 | Deutschland Höhere Steuern und Gebühren: So will der Staat die Pandemie finanzieren

Corona hat ein Loch in die Staatskassen dieser Welt gerissen, auch bei uns in Deutschland. So wollen die Kommunen fehlendes Geld wieder erwirtschaften.

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Immer mehr Überbrückungshilfen und Gelder zur Förderung der deutschen Wirtschaft in Zeiten der Pandemie, während immer weniger Geld in die Staatskasse kommt. Das ist ein Problem vor dem aktuell deutschlandweit viele Kommunen stehen. 

Fehlendes Geld

Denn während Corona gibt der Staat Geld aus, das aktuell nicht da ist und das während die staatlichen Einnahmen durch Steuern enorm sinken. Alleine die Einnahmen durch die Gewerbesteuer sind um 15% eingebrochen, während die Kommunen einen durchschnittlichen Verlust von 4,3% an Steuereinnahmen verzeichnen. Mit Milliardenhilfen, auf die viele Menschen dringend angewiesen sind, steigt der Schuldenberg somit weiter. Der Schuldenabbau aus den Jahren 2015-2019 fließt somit dahin und die Kommunen brauchen Geld, um wichtige Ziele in der Pandemie wie beispielsweise den Ausbau der Digitalisierung vorantreiben zu können. 

So wollen die Kommunen wieder an Geld kommen: 
  • 33% der deutschen Kommunen wollen die Kosten für Müllabfuhr und Straßenreinigung erhöhen
  • 32% der deutschen Kommunen wollen die Preise für die Wasserversorgung erhöhen
  • 29% der deutschen Kommunen wollen Parkgebühren erhöhen
  • 21% der deutschen Kommunen wollen die Grundsteuer erhöhen
  • 11% der deutschen Kommunen planen neue Einschränkungen des kommunalen Angebots