26.04.2021 | Deutschland Impfstart von Johnson&Johnson: Wer zuerst geimpft wird

Deutschland schaltet mehr und mehr den Impfturbo an: Mittlerweile sind knapp 23 Prozent mindestens einmal geimpft worden. Schon in dieser Woche soll zusätzlich der Wirkstoff von Johnsson und Johnsson auch bei uns verabreicht werden. Wer zuerst davon profitiert und was ihr zum Start von J&J wissen müsst, erfahrt ihr hier.

Foto: Europa Press/dpa

Es kommt endlich Bewegung rein in die deutsche Impfkampagne. In dieser Woche könnten schon ein Viertel aller Deutschen mindestens eine Impfung erhalten haben. Damit das Tempo weiter hoch bleibt, sind am Wochenende in vielen Bundesländern die ersten knapp 230.000 Impfdosen von Johnson&Johnson angekommen. Allein Bayern erwartet zum Start erst einmal 36.000 Stück.

Über 36 Millionen Impfdosen für Deutschland

Insgesamt hat die EU-Kommission Impfdosen für 200 Millionen Menschen bei Johnson&Johnson in Auftrag gegeben, davon würde Deutschland in den kommenden Monaten 36,7 Millionen bekommen.

Ein Pieks genügt

Anders als die bisher zugelassenen Impfstoffe ist beim Präparat von Johnson&Johnson nur eine Dosis nötig. Ein entscheidender Vorteil in der Pandemie-Bekämpfung: So muss künftig also nur ein Termin vereinbart werden, was die Impfzentren und Arztpraxen deutlich entlastet und die Organisation auch erleichtert.

Obdachlose profitieren zuerst

Gerade weil der Impfstoff nur einmal verabreicht werden muss, sollen jetzt zum Start vor allem die geschützt werden, die es in ihrem Leben sowieso schon schwer genug haben: In Thüringen, NRW und Hamburg sollen vor allem Wohnungslose zuerst geimpft werden. In Nordrhein-Westfalen sind schon in dieser Woche mobile Teams auf den Straßen unterwegs, um den Obdachlosen direkt vor Ort ein Impfangebot machen zu können.

Wie funktioniert der Impfstoff von J&J?

Bei dem Mittel von Johnson&Johnson handelt es sich um einen Vektor-Impfstoff, der im Prinzip auf einem Erkältungsvirus basiert. Wird das Mittel gespritzt, wird im Körper ein Spike-Protein produziert. Das sorgt dann dafür, dass die körpereigene Produktion von Antikörpern anregt. 

Kommt es zu einer Corona-Infektion, können die Antikörper die Viren dann attackieren. Ganz ähnlich funktioniert der Impfstoff Sputnik V aus Russland, über den auch bereits mehrere Bundesländer diskutiert haben.

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