09.09.2021 | Deutschland Keine Lohnfortzahlung mehr: Ungeimpfte in Quarantäne bekommen womöglich weniger Geld

Wer Kontakt zur einer mit Corona infizierten Person hat, muss in Quarantäne. Und wer in Quarantäne ist, kann dementsprechend nicht zur Arbeit gehen. Bis jetzt haben die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer trotzdem immer ihr Gehalt weiter ausbezahlt bekommen - das könnte sich aber bald ändern. Alle Infos dazu findet ihr hier.

Foto: Zacharie Scheurer / dpa

Seit Anfang der Corona-Pandemie gilt nun schon die Quarantäneregelung: Wer direkten Kontakt zu einer infizierten Person hatte, muss meistens 14 Tage lang zu Hause bleiben. Und wer zu Hause ist, kann natürlich nicht zur Arbeit gehen. Da die Quarantäne offiziell vom Gesundheitsamt angeordnet wird, hat man bisher in dieser Zeit weiter sein übliches Gehalt bekommen. In einigen Bundesländern wird das aber nun geändert.

Keine Lohnfortzahlung für Ungeimpfte

Das soll keine Vorschrift werden, aber dafür in Zukunft möglich sein. Die Handhabe liege bei den Bundesländern, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zur BILD. Danach könne der Anspruch auf Lohnfortzahlung entfallen, wenn die Quarantäne durch eine Impfung hätte vermieden werden können.

Spahn in der BILD:

„Am Ende sind es die Steuerzahler, die die Lohnersatzleistungen finanzieren – für jemanden, der sich hätte impfen lassen können."

Baden-Württemberg will diese Regelung als erstes Bundesland zum 15. September umsetzen. In Bayern soll in Zukunft erstmal im Einzelfall entschieden werden.

Das könnte dich auch interessieren: