06.04.2021 | Deutschland Kommt der Brücken-Lockdown?: Über diese Corona-Regeln wird diskutiert

CDU-Chef Armin Laschet bringt einen Brücken-Lockdown ins Gespräch, wobei das öffentliche Leben für zwei bis drei Wochen reduziert werden soll.

Foto: David Young/dpa

CDU-Chef und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet fordert einen sogenannten Brücken-Lockdown. Diesen Begriff brachte Laschet am Ostermontag in die Diskussion. Ziel sei es, mit einem schnellen und konsequenten Lockdown die dritte Corona-Welle zu brechen. 

So könnte der Brücken-Lockdown aussehen

Nach Plänen von Laschet soll der Brücken-Lockdown "zwei bis drei Wochen" andauern und in dieser Zeit soll das öffentliche Leben weitestgehend reduziert werden. Bis Anfang Mai könnten die Infektionszahlen so wieder gesenkt werden, auch weil es dann Corona-Impfstoff für mehr Bevölkerungsgruppen geben könnte. Nach Aussagen von Bundesgesundheitsminister Spahn sollen bis Anfang Mai 20 Prozent der Deutschen die erste Corona-Impfung erhalten haben. 

Damit ein Brücken-Lockdown Wirkung erzielt, müsse die nächste Besprechung der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Merkel vorgezogen werden, so Laschet. Diese ist eigentlich für den 12. April geplant. Zudem müssten getroffene Corona-Entscheidungen von allen Bundesländern einheitlich mitgetragen werden. 

Das sagen andere Politiker über diesen Vorschlag

Bayerns CSU-Generalsekretär Markus Blume begrüßt ein Vorziehen der Gespräche, aber nur wenn alle Bundesländer zu einer Verschärfung der Corona-Regeln bereit sind. "Eine neue MPK bringt ja nichts, wenn danach wieder jeder Seins macht.", so Blume gegenüber der BILD.

Berlins Regierender Bürgermeister Müller sagte in der ARD, dass noch vieles unklar sei, was Laschet mit einem Brücken-Lockdown meine. Er glaube, da seien viele Überlegungen bei Laschet noch nicht abgeschlossen, sagte Müller, zurzeit auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK). Insofern mache eine vorzeitige MPK jetzt auch keinen Sinn.

Trotz der Skepsis an den unklaren Plänen von Laschet unterstützt ein Großteil der anderen Ministerpräsidenten eine Präsenzbesprechung. Das Format der Videokonferenz für die Bund-Länder Besprechung ist zuletzt in Kritik geraten, da die Besprechungen sich länger als geplant hingezogen hatten und ein konsequenter Lockdown nicht von allen Bundesländern mitgetragen wurde.