15.01.2021 | Deutschland Kommt jetzt der Mega-Lockdown? Corona-Gipfel wird vorgezogen

Eigentlich sollte die der nächste Gipfel zwischen der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten der Länder erst am 25. Januar 2021 stattfinden. Jetzt erhöht Merkel allerdings den Handlungsdruck und fordert neue Gespräche für Anfang nächster Woche.

Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Angesichts der aktuellen Corona-Zahlen und den mutierten Varianten aus Großbritannien und Südafrika könnten die Regeln Anfang nächster Woche um ein neues verschärft werden. Dann unweigerlich durch einen Komplett-Shutdown. 

Deutschland im General-Lockdown

Denn auch nach einer Woche voller neuer Anreize, wie einer Impfpflicht für Pflegepersonal, und Beschlüssen, wie eine FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV und im Einzelhandel, ist das Kanzleramt auf Bundesebene alamiert. Noch steht kein fester Termin für das Treffen der Ministerpräsidenten nächste Woche fest, laut Medienberichten gibt es aber bereits eine klare Richtung, in welche hinter den Kulissen diskutiert wird: den Komplett-Shutdown

Kein ÖPNV mehr, dafür Homeoffice-Pflicht

So gab es bereits erste Gerüchte der ÖPNV würde vor einer deutschlandweiten Schließung stehen, Angela Merkel wies dies wohl in der CDU-Präsidiumssitzung am Donnerstag zurück. Durchaus wahrscheinlicher ist dahingehend Homeoffice-Pflicht bzw. eine gesetzliche Grundlage in Form einer Arbeitsschutzverordnung, wie sie beispielsweise die Grünen fordern. Wie eine solche Verpflichtung umsetzbar wäre und ob kleine und Mittelständische Unternehmen das überhaupt gewährleisten könnten, ist allerdings völlig unklar.

Geschlossene Kitas und Betreuungsverbote

Auch die Schließung von Kindertagesstätten und eine Verschärfung der Notbetreuungen steht im Raum, soll aber noch diskutiert werden. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer sagte dazu im ZDF:

"Kindergärten komplett runterfahren, Schulen abschließen, wirklich Betretungsverbote in den Pflegeheimen, wenn kein negativer Schnelltest vorliegt - solche Dinge müssen wir besprechen"

Und auch der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei, sagt: 

"Wir sollten uns die Frage stellen, ob letztlich nicht ein kompletter Lockdown von zwei bis drei Wochen besser ist als eine endlose Hängepartie"

Bayerns Ministerpräsident Söder setzt weiterhin auf die FFP2-Maskenpflicht, sagt aber auch er bleibe im "Team Vorsicht".