19.01.2021 | Deutschland Lieferengpass und verschobene Impftermine: Das sind die Hintergründe

Immer mehr Impftermine werden aktuell verschoben, weil Biontech/Pfizer weniger Impfstoff liefert als ausgemacht. Was steckt hinter den Lieferschwierigkeiten und dem holprigen Impfstart?

Foto: Gao Jing/XinHua/dpa

Eigentlich hatte man sich den Impfstart wesentlich flüssiger vorgestellt. Lieferengpässe und verschobene Impftermine sorgen in letzter Zeit aber immer wieder für Aufsehen. 

Verschobene Impftermine

In Regensburg zum Beispiel mussten alle vereinbarten Impftermine ersatzlos gestrichen werden, weil die versprochenen Impfdosen von Biontech/Pfizer nicht geliefert werden konnten. Ein Problem, das deutschlandweit auftritt. So haben bereits ganze Bundesländer die Impfungen teilweise einstellen müssen. 

Umbauten in Produktionsstätte

Der Grund für die aktuellen Lieferschwierigkeiten des Produzenten Biontech/Pfizer ist ein Um- und Ausbau der belgischen Produktionsstätte, um die Produktionskapazitäten nochmal erhöhen zu können. Weil während den Umbauten in der Fabrik weniger produziert werden kann, kommen auch weniger Impfdosen als versprochen nach Deutschland. Bis zum 15. Februar 2021 wurde ein Minus von 13% bei den Lieferungen berechnet, bis zum 22. Februar 2021 soll dieses dann aber wieder ausgeglichen werden. 

Holetschek kritisiert Biontech

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek kritisiert den Engpass und hat das Unternehmen dazu aufgefordert verlässliche Aussagen zu Liefermengen und Lieferterminen zu machen.