14.03.2018 | Deutschland Merkel wieder zur Bundeskanzlerin gewählt

Der Bundestag hat Angela Merkel wieder zur Bundeskanzlerin gewählt. Damit beginnt jetzt ihre vierte Amtszeit! Schon seit 2005 ist Merkel Regierungschefin Deutschlands. Ihr Weg in Bildern:

  • <p class="text-center">Sie hat es zum vierten Mal geschafft!</p>

    Sie hat es zum vierten Mal geschafft!

    Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
  • <p class="text-center">Der Bundestag hat&nbsp;Angela Merkel (am Mittwoch 14.03.18) wieder&nbsp;zur Bundeskanzlerin gewählt! Damit beginnt jetzt ihre vierte Amtszeit!</p>

    Der Bundestag hat Angela Merkel (am Mittwoch 14.03.18) wieder zur Bundeskanzlerin gewählt! Damit beginnt jetzt ihre vierte Amtszeit!

    Foto: Antenne Bayern
  • <p class="text-center">Wie war&nbsp;die Laufbahn von&nbsp;Angela Merkel auf dem Weg zur&nbsp;Regierungschefin der Bundesrepublik&nbsp;Deutschland?</p>

    Wie war die Laufbahn von Angela Merkel auf dem Weg zur Regierungschefin der Bundesrepublik Deutschland?

    Foto: Jens Büttner/dpa
  • <p class="text-center">Wir haben ihren Weg dorthin für euch zusammengefasst:</p>

    Wir haben ihren Weg dorthin für euch zusammengefasst:

    Foto: Uwe Anspach/dpa
  • <p class="text-center">Seit dem <strong>22. November 2005 </strong>ist Angela Merkel Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Das Besondere:&nbsp;Sie ist die <strong>erste Frau</strong>, die dieses Amt innehat.</p>

    Seit dem 22. November 2005 ist Angela Merkel Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Das Besondere: Sie ist die erste Frau, die dieses Amt innehat.

    Foto: Uwe Anspach/dpa
  • <p class="text-center">Angela Merkel wird <strong>1954 in Hamburg geboren </strong>(Geburtsname:&nbsp;Angela Kasner). Später zieht ihr Vater als Pfarrer nach Ostdeutschland. Dort wächst Merkel in Templin auf, im autoritären Regime der DDR (Foto: 1973).</p>

    Angela Merkel wird 1954 in Hamburg geboren (Geburtsname: Angela Kasner). Später zieht ihr Vater als Pfarrer nach Ostdeutschland. Dort wächst Merkel in Templin auf, im autoritären Regime der DDR (Foto: 1973).

    Foto: Bernd Gurlt/dpa
  • <p class="text-center">Unscheinbar wirkt Angela Kasner (heute Merkel)&nbsp;im Jahr&nbsp;<strong>1971 </strong>(2. Reihe, Mitte, leicht verdeckt), auf einem Klassenfoto ihrer Schule in Templin. Das Leben in der DDR&nbsp;hat Spuren hinterlassen.&nbsp;Distanz und Misstrauen seien bis heute bei ihr zu spüren, sagen Vertraute.&nbsp;<strong>1989 </strong>wird Merkel Mitglied beim&nbsp;„Demokratischen Aufbruch“, ihr <b style="background-color: initial;">politischer Werdegang </b>beginnt.</p>

    Unscheinbar wirkt Angela Kasner (heute Merkel) im Jahr 1971 (2. Reihe, Mitte, leicht verdeckt), auf einem Klassenfoto ihrer Schule in Templin. Das Leben in der DDR hat Spuren hinterlassen. Distanz und Misstrauen seien bis heute bei ihr zu spüren, sagen Vertraute. 1989 wird Merkel Mitglied beim „Demokratischen Aufbruch“, ihr politischer Werdegang beginnt.

    Foto: dpa
  • <p class="text-center">Weggefährten von&nbsp;Angela Merkel sagen auch, dass sie Herausforderungen&nbsp;immer&nbsp;„maximal vorbereitet“&nbsp;angehe. Wahrscheinlich auch ein Grundstein für den Erfolg an der Universität Leipzig, wo sie&nbsp;<strong>Physik studierte</strong>. 1986 promovierte sie auch,&nbsp;im Jahr&nbsp;<strong>2008 </strong>erhält&nbsp;Merkel von ihrer Uni&nbsp;sogar den&nbsp;<strong>Ehrendoktortitel</strong>. Nur einer von vielen...</p>

    Weggefährten von Angela Merkel sagen auch, dass sie Herausforderungen immer „maximal vorbereitet“ angehe. Wahrscheinlich auch ein Grundstein für den Erfolg an der Universität Leipzig, wo sie Physik studierte. 1986 promovierte sie auch, im Jahr 2008 erhält Merkel von ihrer Uni sogar den Ehrendoktortitel. Nur einer von vielen...

    Foto: Peter Endig/dpa
  • <p class="text-center">Die Liste ihrer Titel ist inzwischen aber deutlich länger...</p>

    Die Liste ihrer Titel ist inzwischen aber deutlich länger...

    Bernd von Jutrczenka / dpa
  • <p class="text-center">Zuerst war sie das&nbsp;<strong>„Mädchen von Altbundeskanzler Helmut Kohl</strong><strong>“</strong>. Von <strong>1991 bis 1998</strong> war sie in den Regierungen unter&nbsp;Kohl zunächst Bundesfrauenministerin, später Umweltministerin.</p>

    Zuerst war sie das „Mädchen von Altbundeskanzler Helmut Kohl. Von 1991 bis 1998 war sie in den Regierungen unter Kohl zunächst Bundesfrauenministerin, später Umweltministerin.

    Foto: Michael Jung/dpa
  • <p class="text-center"><strong>„Die Unterschätzte</strong><strong>“</strong>:&nbsp;Merkel war es aber auch, die als CDU-Generalsekretärin die Partei in der Spendenaffäre von ihrem Übervater Kohl emanzipierte. Im Jahr&nbsp;<strong>2000 </strong>stieg die unscheinbare Frau aus Ostdeutschland&nbsp;zur <strong>CDU-Parteichefin</strong> auf.</p>

    „Die Unterschätzte: Merkel war es aber auch, die als CDU-Generalsekretärin die Partei in der Spendenaffäre von ihrem Übervater Kohl emanzipierte. Im Jahr 2000 stieg die unscheinbare Frau aus Ostdeutschland zur CDU-Parteichefin auf.

    Foto: Michael Jung/dpa
  • <p class="text-center">In den folgenden Jahren sollte sich&nbsp;Merkel als&nbsp;CDU-Vorsitzende auch einen Namen als&nbsp;<strong>„kühle Machtpolitikerin“ </strong>machen...</p>

    In den folgenden Jahren sollte sich Merkel als CDU-Vorsitzende auch einen Namen als „kühle Machtpolitikerin“ machen...

    Foto: Michael Jung/dpa
  • <p class="text-center">Im Jahr&nbsp;2002 übernimmt Merkel die Führung der&nbsp;CDU/CSU-Fraktion im Bundestag. Dann schlägt ihre bislang große Stunde: <strong>2005 </strong>kann sie Gerhard Schröder im <strong>Kanzleramt </strong>ablösen.</p>

    Im Jahr 2002 übernimmt Merkel die Führung der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag. Dann schlägt ihre bislang große Stunde: 2005 kann sie Gerhard Schröder im Kanzleramt ablösen.

    Foto: Peer Grimm/dpa
  • <p class="text-center">Vier Jahre nach ihrer ersten Kanzlerkandidatur für die CDU, geht Merkel <strong>2009 </strong>gegen SPD-Spitzenkandidat <strong>Frank-Walter Steinmeier </strong>ins Rennen.&nbsp;Die Union wird bei der Bundestagswahl&nbsp;erneut stärkste Kraft und regiert fortan mit der FDP.</p><section></section>

    Vier Jahre nach ihrer ersten Kanzlerkandidatur für die CDU, geht Merkel 2009 gegen SPD-Spitzenkandidat Frank-Walter Steinmeier ins Rennen. Die Union wird bei der Bundestagswahl erneut stärkste Kraft und regiert fortan mit der FDP.

    Foto: SAT.1
  • <p class="text-center">Auch bei der <strong>Bundestagswahl 2013 </strong>behält&nbsp;Bundeskanzlerin Merkel die Oberhand.&nbsp;Das Duell gegen SPD-Kanzlerkandidat <strong>Peer Steinbrück </strong>kann die CDU-Chefin gewinnt die CDU-Chefin zwar, allerdings braucht ihre Partei die Sozialdemokraten als Koalitionspartner für eine Große Koalition.</p>

    Auch bei der Bundestagswahl 2013 behält Bundeskanzlerin Merkel die Oberhand. Das Duell gegen SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück kann die CDU-Chefin gewinnt die CDU-Chefin zwar, allerdings braucht ihre Partei die Sozialdemokraten als Koalitionspartner für eine Große Koalition.

    Foto: ZDF
  • <p class="text-center">In ihrer Zeit als Regierungschefin hat Angela Merkel Grönland<strong> (2007)</strong> besucht, das Land der Gletscher. Ein symbolträchtiger Besuch.&nbsp;Klimasündern wie den USA redete sie fortan&nbsp;energisch ins Gewissen. Die&nbsp;<strong>„Klimakanzlerin</strong><strong>“&nbsp;</strong>war geboren.</p>

    In ihrer Zeit als Regierungschefin hat Angela Merkel Grönland (2007) besucht, das Land der Gletscher. Ein symbolträchtiger Besuch. Klimasündern wie den USA redete sie fortan energisch ins Gewissen. Die „Klimakanzlerin“ war geboren.

    Foto: Michael Kappeler/dpa
  • <p class="text-center">Zwölf Jahre als Bundeskanzlerin haben Angela Merkel international großes Ansehen eingebracht.&nbsp;Auf internationaler Bühne bietet sie schwierigsten Kalibern wie dem russischen Präsidenten&nbsp;Wladimir Putin und dem türkischen Präsidenten&nbsp;Recep Tayyip Erdogan die Stirn. Einer der neuesten&nbsp;Verhandlungspartner: <strong>US-Präsident&nbsp;</strong><strong>Donald Trump</strong>.</p>

    Zwölf Jahre als Bundeskanzlerin haben Angela Merkel international großes Ansehen eingebracht. Auf internationaler Bühne bietet sie schwierigsten Kalibern wie dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan die Stirn. Einer der neuesten Verhandlungspartner: US-Präsident Donald Trump.

    Foto: Patrik Stollarz/dpa
  • <p class="text-center"><strong>„Die Flüchtlingskanzlerin</strong><strong>“</strong>: Eine Entscheidung aus dem&nbsp;Jahr <strong>2015 </strong>könnte rückwirkend richtungsweisend sein, wie Merkels Vermächtnis später von Historikern&nbsp;beurteilt wird. Sie&nbsp;öffnete Hunderttausenden&nbsp;Flüchtlingen die&nbsp;deutsche Tür. Gegner haben Merkel für diesen Schritt&nbsp;harsch kritisiert, weil er in deren Augen&nbsp;eine&nbsp;unkontrollierbare Zahl Fremder ins Land brachte.</p>

    „Die Flüchtlingskanzlerin: Eine Entscheidung aus dem Jahr 2015 könnte rückwirkend richtungsweisend sein, wie Merkels Vermächtnis später von Historikern beurteilt wird. Sie öffnete Hunderttausenden Flüchtlingen die deutsche Tür. Gegner haben Merkel für diesen Schritt harsch kritisiert, weil er in deren Augen eine unkontrollierbare Zahl Fremder ins Land brachte.

    Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Der Bundestag hat Angela Merkel am Mittwoch erneut zur Kanzlerin gekürt. Nach den Wahlen in den Jahren 2005, 2009 und 2013 beginnt damit ihre vierte Amtszeit. Mit der Wiederwahl Merkels hat die SPD die politische Widersacherin im Bundestag öfter zur Kanzlerin gewählt als die eigene Partei-Ikone Willy Brandt zum Kanzler.

Die 63-Jährige erhielt am Mittwoch im Bundestag 364 von 688 abgegebenen gültigen Stimmen. Die Koalitionsfraktionen von Union und SPD verfügen über 399 Sitze, für die Kanzlermehrheit waren mindestens 355 Stimmen nötig.

++ Angela Merkels Weg in Bildern ++

So geht's jetzt weiter

Mit ihren neuen Ministern geht es für Merkel um 12.30 Uhr zurück ins Schloss Bellevue, wo auch die 15 Bundesminister offiziell ernannt werden sollen. Bundespräsident Steinmeier will dabei eine Rede halten. Die Ressortchefs sollen dann um 13.35 Uhr im Bundestag vereidigt werden. Nach dem Protokoll kommt das Kabinett um 17.00 Uhr zu seiner ersten, konstituierenden Sitzung zusammen.

Die Wahlen 2005 - 2013

22. November 2005: Bei ihrer ersten Kanzlerwahl erhält Merkel 397 Stimmen. Sie bekommt damit 51 Stimmen weniger, als ihr die große Koalition aus CDU, CSU und SPD theoretisch hätte geben können. Rechnerisch hat ihr jeder neunte Abgeordnete aus den eigenen Reihen die Stimme verwehrt.

28. Oktober 2009: Keine Koalition hat bisher eindeutiger für Merkel votiert als die schwarz-gelbe: 323 Abgeordnete stimmen damals für Merkel. 332 wären rechnerisch möglich gewesen, hätte die gesamte Regierungskoalition ein Ja abgegeben. Die nötige Kanzlermehrheit - 312 Stimmen - wurde allerdings um nur elf Stimmen übertroffen.

17. Dezember 2013: 462 Ja-Stimmen für Merkel bedeuten 42 weniger, als allein mit den Abgeordneten von CDU, CSU und SPD möglich gewesen wäre. Die große Koalition von 2013 stimmte also geschlossener für Merkel als ihre Vorgängerin von 2005.

Die Minister der neuen GroKo: