11.06.2021 | Deutschland Protest vor Molkereien: Milchbauern demonstrieren für höhere Milchpreise

Am 11. Juni waren Proteste vor Molkereien in den Landkreisen Lindau, Rotenburg und Ammerland angesagt. Die Landwirte wollen mehr für ihre Milch, besonders in Zeiten eines höheren Weltmarkt-Milchpreises.

Foto: dpa / Sina Schuldt In Edewecht (Landkreis Ammerland) protestierten Milchbauer vor Deutsches Milchkonto (DKM) für angemessenere Erzeugerpreise.

Im bayerischen Heimenkirch (Landkreis Lindau) und in den niedersächsischen Städten Zeven und Edewecht (Landkreis Rotenburg und Ammerland) gab's Grund zu Protest. Unzufriedene Milchbauer sind auf die Straßen, um vor Molkereien und Verarbeitern für fairere Milchpreise zu demonstrieren. 

Der Grund für Aufregung

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft (AbL) rief gemeinsam mit dem Milchdialog die Aktion "Schluss mit Lustig - Schluss mit Mauern!" ins Leben Sie erläutern in ihrem Anschreiben: 

„Es ist klar, die Molkereien handeln überhaupt nicht im Sinne kostendeckender Milchpreise für ihre Lieferant*innen. (…) Höhere Preise schlagen sich nicht bis zu den Erzeuger*innen durch.“

Der Weltmarkt-Milchpreis ist nämlich seit Jahresbeginn gestiegen, jedoch nicht bei den Bauern angekommen - und das, trotz steigender Kosten für Futter und Energie. Der Hochland-Molkerei und dem Deutschen Milchkontor werden vorgeworfen, bis zu 3 Cent weniger als andere deutschen Molkereien pro Liter Milch an ihre Lieferant*innen zu zahlen. Deshalb die Forderung nach fairen Erzeugerpreise.

Nicht der erste Protest

Diese neuen Demonstrationn reihen sich ein in eine Vielzahl an Protesten in vergangener Zeit. Landwirte*innen hatten beispielsweise zuletzt zum Jahreswechsel für viel Aufmerksamkeit gesorgt mit den Aktionstagen gegen die Senkung der Butterpreise. Auch hier ging es um faire Preise. 

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