16.09.2020 | Deutschland Neuerungen bei Elterngeld und Kurzarbeitergeld: Das ändert sich jetzt

Beim Elterngeld und Kurzarbeitergeld hat das Bundeskabinett heute wichtige Änderungen beschlossen. Wir geben euch den Überblick über die Neuerungen.

Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Das Bundeskabinett hat das Elterngeld reformiert. Von den Änderungen betroffen sind Eltern von Frühchen und Mütter und Väter, die während des Elterngeldbezugs in Teilzeit arbeiten wollen

Außerdem wird es künftig eine neue Einkommensgrenze geben. Bisher lag diese bei 500.000 Euro gemeinsamem Einkommen im Jahr. Mit der Änderung bekommen Eltern mit einem gemeinsamen Einkommen über 300.000 Euro kein Elterngeld mehr

Mehr Unterstützung für Eltern von Frühchenkindern

Eltern von Frühchen profitieren von der neuen Regelung. Kommt das Kind sechs Wochen oder früher vor dem errechneten Geburtstermin bekommen Eltern einen zusätzliche Monat Elterngeld. Dieser sogenannte Frühchenmonat soll den Betroffenen mehr Zeit geben, «mögliche Entwicklungsverzögerungen ihres Kindes besser auffangen zu können», wie es im ursprünglichen Gesetzentwurf hieß, der bereits im Februar bekannt geworden war.

Mehr Teilzeitarbeit möglich

Eltern, die Elterngeld bekommen, aber schon wieder in Teilzeit arbeiten, dürfen künftig 32 Stunden statt 30 Stunden pro Woche arbeiten, ohne das der Elterngeldbezug verloren geht. Das Elterngeld bemisst sich nach dem Nettogehalt vor der Geburt des Kindes und liegt zwischen 300 und 1800 Euro im Monat und wird für maximal 14 Monate gezahlt. Die Zahlungsdauer kann auch weiter gestreckt werden mit dem sogenannten ElterngeldPlus. Dann sind die monatlichen Zahlungen aber kleiner.

Die Änderungen müssen jetzt noch von Bundestag und Bundesrat bestätigt werden. 

Das ändert sich beim Kurzarbeitergeld 

Auch beim coronabedingten Kurzarbeitergeld gibt es Änderungen. Künftig sollen Arbeitnehmer das Kurzarbeitergeld bis zu 24 Monate beziehen können - im Maximalfall bis zum 31. Dezember 2021. Diese Verlängerung gilt für alle Betriebe, die bis zum 31. Dezember 2020 Kurzarbeitergeld angemeldet haben.