24.03.2020 | Deutschland Corona: Diese Finanz-Hilfen kommen für Mitarbeiter, Selbstständige und Unternehmen

Nach dem Freistaat Bayern plant jetzt auch die Bundesregierung umfangreiche Hilfspakete für Selbstständige und Unternehmen. Die ersten finanziellen Hilfen sollen noch diese Woche ausgezahlt werden.

Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Selbstständige und kleine Unternehmen, die von der Corona-Krise betroffen sind, können schon ab dieser Woche mit finanziellen Hilfen rechnen. Die Bundesregierung hat im Eilverfahren ein breites Hilfsangebot auf den Weg gebracht und will schon ab dieser Woche mit den Auszahlungen beginnen. 

"Es soll so unbürokratisch wie möglich gehen - wo immer möglich, auch elektronisch", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier im ZDF-Morgenmagazin. Möglich macht es ein Nachtragshaushalt in Höhe von 156 Milliarden Euro. Dieser soll diese Woche noch im Bundestag verabschiedet werden.

Diese Hilfen soll es geben

Für Selbstständige und Betriebe mit bis zu fünf Mitarbeitern sind Soforthilfen in Höhe von 9.000 Euro geplant. Diese sollen zeitnah ausgezahlt werden und müssen dann für drei Monate reichen.

Für Betriebe mit bis zu 10 Mitarbeitern soll es eine Soforthilfe von 15.000 Euro geben. Diese Hilfen müssen nicht zurückgezahlt werden. Voraussetzung für die Auszahlung der Hilfspakete ist es aber, dass der Selbstständige oder das Unternehmen nicht schon vor der Corona-Krise im März 2020 finanzielle Probleme hatte. Als Stichtag gilt hier der 11. März 2020.

Müssen Unternehmen oder Betriebe durch die Auswirkungen des Corona-Virus schließen, sollen Lohnzahlungen durch Kurzarbeitergeld weiter sichergestellt werden. In diesem Fall werden die Löhne zu 60 Prozent vom Staat weitergezahlt. Hat der betroffene Mitarbeiter Kinder, die im Haushalt leben, sind es 67 Prozent. Auch das Kurzarbeitergeld muss nicht zurückgezahlt werden, ist aber auf einen monatlichen Betrag von 2.016 Euro pro Mitarbeiter beschränkt. 

Auch für große Unternehmen und Betriebe soll es finanzielle Hilfen geben. Hier bietet die Bundesregierung unbegrenzte Kreditprogramme bei der KfW an. Betroffene Unternehmen können die Kredite über deren Hausbank beantragen. Die KfW bietet den Geschäftsbanken an, zwischen 70 und 80 Prozent des Kreditrisikos zu übernehmen. Staatsbürgschaften solllen nur in absoluten Notfällen verteilt werden. 

Bayern hat schon umfangreiche Hilfen beschlossen

Die Auszahlung der Soforthilfen der Bundesregierung erfolgt über die jeweiligen Bundesländer. Der Freistaat Bayern hat schon in der vergangenen Woche umfangreiche Soforthilfen für betroffene Unternehmen auf den Weg gebracht. Die Corona-Hilfen wurden hierfür heute nochmal auf 20 Milliarden Euro verdoppelt.

Hierfür sind Selbstständige und Unternehmer mit bis zu 250 Mitarbeitern berechtigt. Auch diese Soforthilfen müssen nicht zurückgezahlt werden und sollen schnell und unbürokratisch bearbeitet werden. Damit hier kein Mitnahmeeffekt entsteht, soll es im Nachhinein aber Prüfungen geben, inwiefern die Unternehmen und Selbstständigen auf dieses Geld angewiesen sind. 

Diese Soforthilfen gibt es von der bayerischen Regierung:

  • bis zu 5 Erwerbstätige: 5.000 Euro
  • bis zu 10 Erwerbstätige: 7.500 Euro
  • bis zu 50 Erwerbstätige: 15.000 Euro
  • bis zu 250 Erwerbstätige: 30.000 Euro

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