17.03.2021 | Deutschland Regierung plant Lockdown-Verlängerung: Öffnungen auf der Kippe

Restaurants, Theater und Konzerte. Darauf warten wir schon lange. Die Öffnungen stehen aber jetzt schon auf der Kippe...

Foto: Christophe Gateau/dpa

Immer lauter werden die Rufe nach Öffnungsperspektiven - mittlerweile steigen aber parallel zu den Öffnungsschritten auch die Inzidenzwerte stark an. 

Öffnungen auf der Kippe

Medienberichten zufolge könnten Bund und Länder jetzt schon vor der nächsten Öffnungsetappe (Außenbereich Gastronomie, Theater, Konzerte, Kinos, kontaktfreier Sport im Innenbereich, Kontaktsport im Außenbereich) die Notbremse ziehen und den Lockdown um weitere vier Wochen verlängern, ohne weiter zu öffnen. Dem Magazin Business Insider zufolge steht das Aussetzen des vierten Öffnungsschrittes bei der Ministerpräsidentenkonferenz am 22. März durchaus im Raum. 

Absage trotz Sicherheitsvorkehrungen?

Eigentlich sollten ebenfalls ab dem 22. März Restaurants wieder Gäste in ihren Außenbereichen empfangen dürfen, Theater wieder Stücke aufführen und Musiker wieder Konzerte spielen können - und zwar abhängig von Inzidenzen. In Regionen unter 50 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen auf 100.000 Einwohner ohne Einschränkungen... und in Inzidenzgebieten mit Werten zwischen 50-100 nur mit negativem Schnelltest oder vorheriger Terminbuchung

Erste Bundesländer sagen Öffnungen ab

Bundesländer wie Berlin oder Brandenburg sind den Schritt sogar schon gegangen und haben die nächsten Öffnungsschritte abgesagt. Auch NRW-Ministerpräsident Laschet erteilte weiteren Öffnungsperspektiven wie innerdeutschen Reisen über die Osterzeit eine Absage, äußerte sich aber noch nicht zu den Öffnungen des 22. März. 

Deswegen soll verlängert werden

Für die Notbremse verantwortlich seien Berichten aus Regierungskreisen zufolge vor allem die hohe Infektionsdynamik und die Unsicherheit bei der AstraZeneca- Impfung. Statt zu öffnen könnte deshalb der Lockdown erneut in eine vierwöchige Verlängerung gehen, während Bund und Länder einen Impf-Notfallplan entwickeln, welcher die Impfquote deutlich steigen lässt. 

Steigende Infektionszahlen

Betrachtet man die aktuellen Zahlen mit Inzidenzen von fast 84 in Thüringen und Sachsen, über 100 in Sachsen-Anhalt, allen anderen Bundesländern bei über 50 und in 14 Landkreisen sogar über 200, wäre eine dritte Welle bei weiteren Öffnungen wohl nicht unwahrscheinlich. Lang erwartete Öffnungsschritte bei Frisören, Blumenläden, Baumärkten, Museen, Fahrschulen und vielen anderen könnten dann schnell wieder zunichte gemacht werden. 

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