06.07.2022 | Deutschland Schmerzmittel werden knapp: Das solltet ihr tun

In Apotheken herrscht aktuell eine Knappheit an Medikamenten mit diversen Wirkstoffen - Apotheker blicken besorgt in die Zukunft. Welches weitverbreitete Medikament betroffen ist, lest ihr hier.

Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa

Wer derzeit in einer Apotheke nach Medikamenten sucht, steht immer wieder vor Problemen: Seit Wochen haben Apotheken Lieferschwierigkeiten bei einigen Arzneimitteln und Wirkstoffen

Schmerzmittel werden knapp

Vor allem Schmerzmittel sind davon betroffen, doch auch bei anderen Produkten drohen Engpässe. Beispielsweise Fieber-Säfte für Kinder, die auf die selben Wirkstoffe zurückgreifen, sind aktuell ebenfalls kaum vorhanden. Der Engpass betreffe momentan nicht nur Ibuprofen, sondern auch Paracetamol. Und zum Herbst hin werde es dann wohl auch Nasenspray in der Kinderdosierung betreffen, da der Wirkstoff Xylometazolin knapp ist. Pharma-Riese Teva sagte gerade die Winterbevorratung mit dem Kindernasenspray Ratiopharm ab, so das Portal Apotheke adhoc. 

„Leider können wir aktuell keine Angaben dazu machen, wann das Produkt wieder geliefert werden kann.",

so der Hersteller. 

Warnung vor Situation in Erkältungszeit

Grund hierfür sind Engpässe bei der Beschaffung der Rohstoffe, welche meist aus Ländern wie China oder Indien kommen. Die Pharmakonzerne können die Medikamente nicht produzieren und die Apotheken wiederum können sie nicht verkaufen. 

„In Europa gibt es kaum noch Hersteller“, 

heißt es vom Bayerischen Apothekerverband. Ein Exportstopp, wie ihn Indien verhängte, macht sich in den Apotheken schnell bemerkbar. Genauso wie Werkschließungen, Unfälle in Fabriken, verunreinigte oder nicht freigegebene Chargen. So fordert der Verband, die Produktion zurück nach Europa zu bringen, um weniger abhängig vom globalen Markt zu sein. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte listet derzeit 253 Medikamente mit Lieferengpässen.

Das könnt ihr machen

Betroffene Patienten, die auf möglicherweise nicht lieferbare Medikamente angewiesen sind, sollen in ihre Apotheke gehen. Diese werde Lösungen finden, beispielsweise über den Austausch der Medikamente in Absprache mit den behandelnden Ärzten. Außerdem sind die Engpässe noch nicht in allen Apotheken zu spüren, weshalb es empfehlenswert ist, die nötigen Medikamente vorrätig zu besorgen.

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