25.03.2020 | Deutschland Spahn und RKI geben Einschätzung ab: Wann wird das Leben wieder normal?

Die Corona-Krise ist das bestimmende Thema dieser Monate. Das Robert-Koch Institut und Bundesgesundheitsminister Spahn haben die aktuelle Lage geschildert und geben einen Ausblick, was die nächsten Schritte sein könnten.

Foto: Michael Kappeler/dpa

In Deutschland sind bislang mehr als 33.200 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt auf der heutigen Pressekonferenz (25.03.2020) eine Infektonszahl von 31.545 Covid-19-Fälle an. Dieser Unterschied kommt zustande, da die Zahlen des RKI leicht verzögert über das Meldesystem der Gesundheitsämter eingehen. 

Die Zahl der gemeldeten Fälle steigt also weiter an. Ob die getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus Wirkung zeigen, kann das RKI noch nicht abschließend sagen. Es ist noch völlig offen, wie sich diese Epidemie weiter entwickelt, wir stehen gerade erst am Anfang“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin. Daher will das RKI auch keine Einschätzung darüber gehen, wann die Beschränkungen wieder gelockert werden können. 

Es wird eine Zeit nach Corona geben 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Menschen in Deutschland zu Zuversicht trotz der drastischen Einschnitte durch die Corona-Krise aufgerufen. „Es wird eine Zeit nach Corona geben", sagte Spahn am Mittwoch im Bundestag. Die Kontaktsperren und Ausgangsbeschränkungen dienen dazu, um dem Gesundheits- und Medizinsektor Zeit zu verschaffen und eine Überlastung zu vermeiden. 

Öffentliches Leben ab Ostern?

Die bisher geltenden Ausgangsbeschränkungen werden in Bayern sehr gut eingehalten. Das bestätigte auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann auf einer Pressekonferenz am Dienstag. Trotzdem sehnt sich die Bevölkerung nach Normalität. Auch in der Bundesregierung werden gerade entsprechende Überlegungen getroffen, wie lange die Ausgangsbeschränkungen Bestand haben und wie eine Zeit nach diesen Beschränkungen aussehen könnte.

„Um die digitale Nachverfolgung von Kontakten, also um das Handy-Tracking“ werde man nicht herumkommen, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit". 

„Wir sehen,“ so Spahn, „dass es einem demokratischen Staat wie Südkorea gelungen ist, mit diesem Verfahren das Virus zu bekämpfen und trotzdem das öffentliche Leben weitgehend aufrechtzuerhalten.“ Spahn will dafür bis Ostern ein Konzept ausarbeiten, wie die kommenden Monate aussehen könnte. Dabei ist es auch denkbar, dass ältere Menschen gebeten werden, deren soziale Kontakte weitgehend einzuschränken oder im Zweifelsfall daheim zu bleiben.