03.12.2021 | Deutschland Stiko-Chef Mertens würde sein Kind jetzt noch nicht impfen lassen

Mitte November hat die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) den Impfstoff von BioNTech/Pfizer für Kinder von fünf bis elf Jahren zugelassen - und seitdem wird die Entscheidung in Deutschland diskutiert. Auch Stiko-Chef Mertens ist skeptisch - zumindest im Moment noch. Alle Infos dazu findet ihr hier.

Foto: Deng Hua/XinHua / dpa

Bis jetzt ist der Impfstoff von BioNTech/Pfizer nur für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen - das könnte sich aber bald ändern. Bereits Mitte November hat die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) beschlossen, dass der Impfstoff nun auch Kindern ab fünf Jahren verabreicht werden darf - die Entscheidung der Ständigen Impfkommission (Stiko) steht allerdings noch aus.

Stiko-Chef  Thomas Mertens ist noch skeptisch

In einem Podcast der FAZ sagte Mertens, dass er sein siebenjähriges Kind derzeit noch nicht impfen lassen würde. Grund dafür sei, dass aktuell noch nicht genügend Daten vorliegen, um Aussagen über die Verträglichkeit der Impfung in dieser Altersgruppe zu treffen, so der Stiko-Chef weiter.

Die Empfehlung ist in Bearbeitung

Die Stiko arbeitet aktuell an ihrer Empfehlung für die Impfung. Laut Mertens solle sie aber fertig sein, bevor der Kinderimpfstoff in Deutschland zur Verfügung stehe - er rechne mit der Empfehlung spätestens am 11. Dezember. Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn solle die Impfung am 13. Dezember ausgeliefert werden.

Söder äußert Kritik

Bayerns Ministerpräsident Söder kritisierte die Aussage des Stiko-Chefs und bezeichnete sie als "seltsam".

Söder weiter:

"Ich glaube, wir sollten in Bezug auf Sicherheit und Stabilität der Impfempfehlung wieder auf normale Verfahren zurückkehren und dies weder in Talkshows noch in Podcasts ankündigen."

Dies schwäche insgesamt die Empfehlungskapazität und -glaubwürdigkeit der Stiko enorm, so Söder.

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