11.06.2021 | Deutschland Tabak, E-Zigaretten, Shisha & Co.: Neue Tabaksteuer-Erhöhung macht's Rauchen teurer

10 Cent teurer wird jede Packung Zigaretten. Erstmal – denn der Bundestag hat am 11. Juni beschlossen, bis 2026 die Tabaksteuern weiter zu erhöhen - inklusive E-Zigaretten.

Foto: Lisa Ducret / dpa

Schon ab 2022 werden die neuen Steuerbeschlüsse eintreten und betreffen werden sie nicht nur Zigaretten. Auch Preise für E-Zigaretten, Tabakerhitzer und Shisha werden steigen.

Die neuen Preise

Für eine Zigaretten-Packung von 20 Stück wird der Preis kommendes Jahr um 10 Cent teurer werden mit der neuen Tabaksteuer. Das folgende Jahr werden nochmal 10 Cent dazukommen und in 2025 und 2026 jeweils nochmal 15 Cent. Ein 10-Milliliter Liquid (für E-Zigaretten), welches jetzt um die 5 Euro kostet, soll bis 2026 durch die neuen Steuern 3,20 Euro mehr kosten. Im kommenden Jahr wird der Preis des Liquids aber erstmal um 1,60 Euro steigen.

Der Beschluss

Das letzte Mal, als es eine Tabaksteuer-Erhöhung gab, war 2015. Damals lag der Fokus auf Zigaretten, da diese als meist gesundheitsschädlich gelten. Nun werden die Steuerpreise von den noch nicht solang verbreiteten Rauchangeboten ähnlich eingestuft. Momentan muss nur noch der Bundesrat am 25. Juni der Entscheidung zustimmen, aber das gilt in Expertenkreisen bereits als so gut wie sicher. Der genannte Grund für die Entscheidung ist für mehr Gesundheits- und Jugendschutz zu sorgen.

Kritik

Von den Herstellern kommt Kritik – diese bezieht sich besonders darauf, dass E-Zigaretten und Tabakerhitzer nicht genauso eingestuft werden sollten wie klassische Zigaretten, da sie weniger Schadstoffe enthalten. Somit will die Branchenvertretung für E-Zigaretten, das „Bündnis für tabakfreien Genuss“, eine Verfassungsbeschwerde einreichen gegen Aspekte, die sie als nicht verhältnismäßige Steuererhöhungen sehen.

Eine andere Sichtweise gibt es aber auch noch: durch die Steuererhöhungen wird der Fiskus mehr Geld einnehmen. Da ungefähr jeder vierte Erwachsene in Deutschland raucht, sollten es durch die Reform rund 3,5 Milliarden Euro mehr Steuereinahmen geben, und allein in dem kommenden Jahr 1,2 Milliarden Euro.